Der frühere Mainzer Torwart Heinz Müller könnte den Profifußball mit seiner Klage ins Wanken bringen. Foto von Erichsen/dpa

Der frühere Mainzer Torwart Heinz Müller könnte den Profifußball mit seiner Klage ins Wanken bringen. Foto von Erichsen/dpa

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Sport

Müller erschüttert den Profi-Fußball

Von Dietmar Rose
16. Februar 2016 // 13:41

Der deutsche Fußball schaut am Mittwoch gespannt nach Mainz. Vor dem Landesarbeitsgericht wird im Streitfall zwischen dem Torhüter Heinz Müller und dem FSV Mainz 05 die Berufung verhandelt. Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stehen die befristeten Arbeitsverträge für Profis.

Vertrag beim FSV Mainz 05 war ausgelaufen

Begonnen hat alles im Jahr 2009: Der damals 31 Jahre alte Bundesliga-Torwart unterschrieb einen Dreijahresvertrag in Mainz. 2012 verlängerte er sein Arbeitsverhältnis in Mainz mit einem neuen Zweijahresvertrag. Nach dessen Ablauf sollte Müller 2014 den Verein verlassen, klagte aber auf „Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis“ – und hatte Erfolg.

Droht dem Fußball ein zweiter Fall Bosman?

Für den Mainzer Club-Präsidenten Harald Strutz könnte die Causa Heinz Müller ein Thema werden, „das eine weitreichende Bedeutung wie das Bosman-Urteil hat – wenn es von den nächsthöheren Instanzen bestätigt wird.“ Im Fall Jean-Marc Bosman entschied der Europäische Gerichtshof 1995, dass Profifußballer nach Vertragsablauf ablösefrei wechseln dürfen. Das hat die Transfer-Gepflogenheiten im Millionen-Geschäft stark verändert.

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