Der heftig kritisierte Mesut Özil hat sich nach dem WM-Debakel erstmals öffentlich geäußert. "Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinweg zu kommen", twitterte er.

Der heftig kritisierte Mesut Özil hat sich nach dem WM-Debakel erstmals öffentlich geäußert. "Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinweg zu kommen", twitterte er.

Foto: Kyodo/dpa

Sport

Özil bricht Schweigen via Twitter - DFB-Präsidium: Löw der Richtige

Von nord24
30. Juni 2018 // 13:32

Der heftig kritisierte Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat sich nach dem deutschen WM-Debakel erstmals öffentlich geäußert.

"Es schmerz sehr"

"Die Weltmeisterschaft bereits nach der Gruppenphase verlassen zu müssen, schmerzt so sehr. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinweg zu kommen", twitterte der 92-malige Nationalspieler auf Englisch. Dahinter setzte er den Hashtag "SayNoToRacism" (Sag Nein zu Rassismus).

Massiv in der Kritik

Der 29-jährige Arsenal-Profi stand schon vor seinen Auftritten bei der WM in Russland massiv in der Kritik, weil kurz vor dem Turnier ein Foto von ihm und seinem Teamkollegen Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan publik geworden war. Zu dieser sogenannten Erdogan-Affäre allerdings äußerte sich Özil erneut nicht. Gündogan dagegen hatte sich bereits vor der WM erklärt.

Symbolfigur des deutschen Scheiterns

Özil hatte bei der deutschen WM-Blamage wie die meisten Nationalspieler enttäuscht. Doch er stand besonders im Fokus der Kritik und wird von einigen Experten als eine Symbolfigur des deutschen Scheiterns in Russland angesehen.

DFB-Präsidium: Löw der Richtige

Das DFB-Präsidium hat das Vertrauen in Bundestrainer Joachim Löw erneuert. Der 58-jährige gebürtige Schwarzwälder sei auch nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland weiter der richtige Mann, um die Fußball-Nationalmannschaft zu führen. Alle Präsidiumsmitglieder sprachen sich auf einer Telefonkonferenz dafür aus, dass Löw seinen bis 2022 laufenden Vertrag erfüllen soll. "Da gibt es keine andere Meinung - ein klarer Vertrauensbeweis", hieß es aus dem Deutschen Fußball-Bund.

Entscheidung kommende Woche

Löw hatte seine Zukunft nach dem desaströsen Abschneiden in Russland offen gelassen und sich Bedenkzeit erbeten. "Das braucht ein bisschen Zeit, bis wir das alles irgendwie verdaut haben", hatte Löw bei der Rückkehr nach Deutschland erklärt. "Ich muss mich natürlich auch selber hinterfragen, warum wir das nicht geschafft haben." Für die kommende Woche ist ein Treffen aller Verantwortlichen geplant. Danach soll die Entscheidung verkündet werden.

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