Da geht der Daumen hoch:  Nico Rosberg holt sich die Pole Position für Spa.

Da geht der Daumen hoch: Nico Rosberg holt sich die Pole Position für Spa.

Foto: Xhemaj/dpa

Sport

Rosberg holt sich Pole Position in Spa

Von nord24
27. August 2016 // 15:59

Es läuft zunächst nicht richtig gut in Spa. Die Probleme im Training kriegt Mercedes in den Griff. Rosberg fährt auf Pole. Dahinter sorgt Verstappen wieder für einen Eintrag in die Formel-1-Bücher. Hamilton fährt praktisch nur pro forma. Vettel wird Vierter

Rosberg beweist Nervenstärke

Nico Rosberg hat Wort gehalten und sich im Angriffsmodus die Pole Position für den Großen Preis von Belgien geholt. Der 31 Jahre alte Mercedes-Pilot nutzte die Tatsache, dass WM-Spitzenreiter und Teamkollege Lewis Hamilton strafbedingt keine Chance auf den besten Startplatz hatte, nervenstark aus. Rosberg ließ sich auch von leichten Problemen im Training nicht irritieren und verwies am Sonnabend in der Formel-1-Qualifikation auf dem Circuit de Spa-Franorchamps den Niederländer Max Verstappen im Red Bull auf den zweiten Platz. "Es freut mich sehr, es war ein schwieriges Wochenende bis hierhin", meinte Rosberg.

Vettel wird Vierter

Er war letztlich 0,149 Sekunden schneller als der in Belgien geborene Niederländer Verstappen. "Du kannst es immer noch besser machen. Wir können uns aber sehr darüber freuen, so nah dran zu sein", meinte der 18 Jahre alte Verstappen, der nun auch der jüngste Pilot in der ersten Startreihe ist. Dritter wurde Kimi Räikkönen vor seinem deutschen Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel.

Alonso muss Runde abbrechen

WM-Spitzenreiter Hamilton ließ es wie erwartet geruhsam angehen, schon vor dem Qualifikationsbeginn stand fest: Der Vorjahressieger von Spa-Francorchamps und dreimalige Weltmeister muss das Rennen vom letzten Rang aus in Angriff nehmen. In seinem Mercedes kamen mehrere zusätzliche Antriebsteile zum Einsatz, die ihm einen Strafversetzung um offiziell 55 Plätze einbrachte. Er drehte vier Runden und beendete als 21. die K.o.-Ausscheidung nach dem ersten Durchgang. Ex-Weltmeister Fernando Alonso musste seinen Kurzeinsatz im McLaren sogar nach nicht mal einer Runde abbrechen, sein Wagen blieb nach ein paar hundert Metern stehen. Die beiden weiteren deutschen Piloten Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein schafften es im Force India und Manor auf die Plätze sieben und 16.

Probleme im Training

Bei ihrem Landsmann Rosberg lief es nach den Problemen im Training zuvor ("Da waren wir nicht die Schnellsten") besser, als es darauf ankam. Zeitabschnitt eins meisterte Rosberg in der Qualifikation souverän. Als Hamilton sein Auto längst verlassen hatte, fuhr Rosberg im zweiten Abschnitt die schnellste Runde vor Verstappen. Der Red-Bull-Verfolger hatte seine Topzeit in dieser Phase allerdings auf den supersoften Reifen erzielt. Das heißt, dass mit diesen auch ins Rennen am Sonntag (14 Uhr RTL) starten muss. Außerdem muss er aufgrund des hohen Verschleißes der Pirelli-Gummis sehr früh zum ersten Boxenstopp reinkommen.

Räikkönen könnte gefährlich werden

Auch Vettel und Räikkönen können mit ihren soften Reifen einige Runden mehr drehen als Verstappen. Vettel verspielte eine bessere Position auf dem sogenannten Grid in der letzten Kurve des 7,004 Kilometer langen Kurses. Er habe keinen Grip gehabt, haderte der 29-Jährige. Sein Rückstand auf Rosberg betrug beachtliche 0,364 Sekunden, der von Räikkönen 0,166. Der Finne könnte also durchaus gefährlich werden für Rosberg. Mit vier Siegen ist Räikkönen der erfolgreichste der aktuellen Piloten auf dem legedären Kurs in den Ardennen. Rosberg, der seine 28. Pole und die dritte in Serie feierte, konnte auf diesem Kurs noch nie gewinnen. "Es wird ein sehr herausforderndes Rennen. Es wird viel passieren", prophezeite Rosberg.

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