Co-Trainer Tray Tuomie (hinten links) sieht  sich als Bindeglied zwischen "Chef" Mike Stewart und der Mannschaft.

Co-Trainer Tray Tuomie (hinten links) sieht sich als Bindeglied zwischen "Chef" Mike Stewart und der Mannschaft.

Foto: Scheschonka

Sport

Tray Tuomie: Eishockey ist mein Leben

Von Matthias Berlinke
21. Januar 2017 // 14:02

von Milan Sako Die „good cop, bad cop“-Taktik mit dem guten und dem bösen Polizisten im Verhör kennt man nicht nur aus schlechten Filmen. Auch in der Mannschaft der Augsburger Panther, am Sonntag um 14 Uhr nächster Gegner der Fischtown Pinguins, sind beide Rollen besetzt. Und zwar mit zwei Ex-Bremerhavenern. Mit Cheftrainer Mike Stewart und seinem Assistenten Tray Tuomie.

Tray Tuomie ist in Augsburg der "good cop"

Die Rollenverteilung klappt gut, wie Tuomie mit einem Augenzwinkern erzählt: „Mike ist good und bad cop, ich bin immer der gute Mann.“ Wenn der Cheftrainer einen schlechten Tag erwischt, was unmittelbar mit den Resultaten der Panther zusammenhängt, dann „bin ich für die Spieler da“, erzählt der Kapitän der Bremerhavener Meistermannschaft von 2002. Aber meistens ist die Laune gut, schließlich läuft es blendend für die Augsburger. Als Sechster mit deutlichem Vorsprung auf Platz sieben sind sie klar auf direktem Kurs in die DEL-Playoffs.

Der ehemalige Bremerhavener sieht sich als Bindeglied zwischen Team und Cheftrainer Mike Stewart

Er sieht sich als Bindeglied zwischen dem Team und Mike Stewart. Während der Panther-Spiele wechselt der Assistent die Verteidiger ein, während sich Stewart um die Stürmer kümmert. „Aber letztendlich hat Mike in allen Bereichen das letzte Wort“, erzählt Tuomie aus dem Alltag in der Umkleide.

Nach dem Engagement in Nürnberg hat sich Tray Tuomie eine Auszeit gegönnt

Nach den Trainerstationen bei der Düsseldorfer EG (2010 bis 2012) und den Nürnberg Ice Tigers (2012 bis Dezember 2014) übernahm der 48-Jährige im Sommer 2016 die Assistentenstelle in Augsburg. Der ehemalige Stürmer hatte sich nach seiner ersten Trainerentlassung in Nürnberg eine Auszeit gegönnt. Tuomie verbrachte viel Zeit mit der Familie in ihrem Haus in Bremerhaven. „Wir haben viele Sachen gemacht, für die ich vorher als Spieler und Trainer einfach keine Zeit hatte.“ Jetzt steckt er wieder mittendrin zwischen Taktiktafel und Trainingsanzug.

Sohn Parker spielt Eishockey an einem College in Minnesota

Tuomie genießt seine Arbeit und den Höhenflug mit den Panthern: „Ich stehe wieder im Leben, denn Eishockey ist mein Leben.“ Trotz des neuen Jobs in Augsburg lebt Tuomies Familie noch immer in Bremerhaven, wo der Deutsch-Amerikaner 1999 seine neue Heimat fand. Seine Frau Anke und die jüngste Tochter Liia wohnen weiterhin in Bremerhaven. Die älteste Tochter Lara steht mittlerweile auf eigenen Beinen. Sohn Parker, 21, spielt Eishockey an einem College in Minnesota (USA).

Tuomie wundert sich nicht über die starken Leistungen der Fischtown Pinguins

Für Heimatbesuche blieb Tray Tuomie bisher wenig Zeit. Nur während des Deutschland-Cups und über Weihnachten war der 48-Jährige zu Hause. Damals nahm er eine 2:4-Niederlage als „Präsent“ mit. Der gute Saisonverlauf der Pinguins überrascht Tuomie nicht. „Ich habe es Bremerhaven zugetraut. Denn sie haben eine gute Mannschaft, und als Aufsteiger haben sie nichts zu verlieren.“

Immer informiert via Messenger
Wie soll das Waranen-Pärchen aus dem Klimahaus heißen?
671 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger