Passanten legen am  vor der Börse am Place de la Bourse in Brüssel Kerzen und Blumen nieder. Nach jetzigem Stand sind 34 Menschen getötet worden, rund 230 wurden verletzt.

Passanten legen am vor der Börse am Place de la Bourse in Brüssel Kerzen und Blumen nieder. Nach jetzigem Stand sind 34 Menschen getötet worden, rund 230 wurden verletzt.

Foto: Foto: Federico Gambarini/dpa

Terrorismus

Anschläge: Polizei in Brüssel hat Fahndungsfoto rausgegeben

Von Lili Maffiotte
22. März 2016 // 18:53

Die belgische Polizei hat auf Twitter ein Fahndungsfoto eines Terrorverdächtigen veröffentlicht. Das Bild zeigt einen Mann in weißer Jacke mit einem Flughafengepäckwagen und einer schwarzen Tasche.  #TERRORISME Qui reconnait cet homme? https://t.co/rYdyrBSJqF pic.twitter.com/xKnAXb9eGs — Avis de recherche (@police_temoin) 22. März 2016

IS bekennt sich zu den Anschlägen

Derweil hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in einer Interneterklärung zu den Anschlägen von Brüssel bekannt. In der Stellungnahme heißt es, mehrere "Soldaten des Kalifats" hätten mit Sprengstoffgürteln und Sprengkörpern den "Kreuzfahrerstaat Belgien" angegriffen. Dieser höre nicht auf, den Islam zu bekämpfen. Zugleich drohte der IS: "Wir versprechen den Kreuzfahrerstaaten, die sich gegen den Islamischen Staat verbündet haben, schwarze Tage, als Antwort auf ihre Aggression (...)". Zuvor hatte bereits die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur Amaq gemeldet, der IS bekenne sich zu der Terrorserie von Brüssel.

Flughafen bleibt gesperrt

Unterdessen gab das nationale Krisenzentrum in Brüssel bekannt, dass der internationale Flughafen Zaventem nach den Terroranschlägen bis mindestens Mittwoch, 12 Uhr, geschlossen bleibt. Der Flughafenchef gab bekannt, dass eine Wiedereröffnung für Donnerstag geprüft werde. In der Zwischenzeit sei eine dritte Bombe im Brüsseler Flughafen gefunden und entschärft worden. Das berichtet der belgische Sender RTBF.

Bomben mit Nägeln präperiert

Zuvor waren in dem Gebäude am Dienstag zwei Sprengsätze detoniert, mindestens 14 Menschen wurden getötet. Der Verantwortliche eines Krankenhauses im nahe gelegenen Löwen sagte laut dem Sender VTM, die Sprengsätze am Flughafen seien mit Nägeln präpariert gewesen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga wurde außerdem eine Kalaschnikow in der Abflughalle entdeckt. Für die Reisenden, die wegen der Anschläge in Brüssel festsitzen, wurden Massenunterkünfte mit Feldbetten organisiert.      

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