Bei dem letzten Bombenanschlag am 17. Februar in Ankara sind 28 Menschen getötet worden.

Bei dem letzten Bombenanschlag am 17. Februar in Ankara sind 28 Menschen getötet worden.

Foto:

Terrorismus

Nach Anschlag in Ankara: Keine Verletzten in Lebensgefahr

Von Lili Maffiotte
18. Februar 2016 // 11:24

Nach dem verheerenden Terroranschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara schwebt keiner der Verwundeten in Lebensgefahr. 30 Verletzte seien inzwischen aus den Krankenhäusern entlassen worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA heute unter Berufung auf die Armee. 31 Menschen würden weiterhin stationär behandelt. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr.

28 Menschen sind getötet worden

Bei dem Autobomben-Anschlag auf einen Konvoi von Militärbussen am Mittwochabend in der Nähe des Parlaments in Ankara waren nach Regierungsangaben mindestens 28 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK übernimmt keine Verantwortung für den verheerenden Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara. Der PKK-Kommandeur Cemil Bayik sagte der PKK-nahen Agentur Firat: "Wir wissen nicht, wer das getan hat. Es könnte aber ein Vergeltungsschlag für die Massaker in Kurdistan gewesen sein."

Ministerpräsident macht PKK verantwortlich für den Anschlag

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu macht dagegen die PKK und ihren syrischen Ableger YPG für den Anschlag verantwortlich. Er sagte, ein 1992 in Syrien geborener YPG-Kämpfer habe den Anschlag in der Hauptstadt mit Unterstützung der "separatistischen Terrororganisation" PKK in der Türkei verübt.

Attentäter mit syrischen Wurzeln

Die regierungsnahe Zeitung "Sabah" berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Sicherheitskreise, ein Selbstmordattentäter habe das mit Sprengstoff beladene Auto in den Konvoi gesteuert und zur Explosion gebracht. Der Attentäter habe syrische Wurzeln und Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehabt.

Fingerabdrücke führen zum Attentäter

Der Polizei sei es gelungen, den Angreifer anhand seiner Fingerabdrücke zu identifizieren, schrieb das Blatt weiter. Der Mann sei vermutlich gemeinsam mit syrischen Flüchtlingen in die Türkei gekommen. Dabei seien seine Fingerabdrücke genommen worden.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren
Immer informiert via Messenger
Verschenken & selbst genießen
Hein! Dein Norden

Kommt die „Schulschiff Deutschland“ nach Bremerhaven? Es wird gerade wild spekuliert.

1517 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger