Razzien: Behörden machen Druck auf Islamistenszene

Durchsuchungen bei mutmaßlichen IS-Unterstützern in Hildesheim und NRW - Festnahmen gibt es zunächst keine. Aber die Behörden machen Druck auf die Islamisten und ihre Helfer. Niedersachsen will den "Deutschsprachigen Islamkreis Hildesheim" verbieten.

Terrorismus

Razzien: Behörden machen Druck auf Islamistenszene

Von nord24
10. August 2016 // 18:17

Mit Razzien und Festnahmen machen die Sicherheitsbehörden Druck auf mutmaßliche gewaltbereite Islamisten und Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Im Zuge von Ermittlungen gegen drei vermeintliche Terrorhelfer hat der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof am Mittwoch Räume in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchsuchen lassen.

Die Rede ist von vagen Anschlagsplänen

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt außerdem gegen zwei Männer: Einer könnte vage Anschlagspläne gehabt, der andere Gewalttaten im Ausland begangen haben, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD).

Die Botschaft: Man ist wachsam und greift durch

Bislang weist nichts darauf hin, dass die Razzien und die zwei Festnahmen - eine am Freitag in Rheinland-Pfalz und die andere am Mittwoch in NRW - in Verbindung zueinander stehen. Aber eins wollen die Sicherheitsbehörden deutlich machen: Man ist wachsam und greift durch.

De Maizière zu Besuch in Bremen

"Es ist verabredet zwischen Bund und Ländern, dass wir hart vorgehen und früh und energisch Durchsuchungen durchführen, um Gefahren von der Bevölkerung abzuwenden", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einem Besuch der Bundespolizei in Bremen. Noch so vage Hinweise würden konsequent verfolgt, betonte Jäger in Düsseldorf. Der Rechtsstaat gehe gegen die Szene vor, "die glaubt, als Radikalisierer und Agitatoren junge Menschen für den Dschihad" verführen zu können. (dpa)