Der Terrorverdächtige Al-Bakr hat in der Justizvollzugsanstalt Leipzig einen Suizid begangen.

Der Terrorverdächtige Al-Bakr hat in der Justizvollzugsanstalt Leipzig einen Suizid begangen.

Foto: Woitas/dpa

Terrorismus

Terrorverdächtiger Al-Bakr erhängt in Zelle aufgefunden

Von nord24
13. Oktober 2016 // 06:27

Der unter Terrorverdacht festgenommene Islamist Dschaber al-Bakr ist tot. Nach dpa-Informationen wurde der 22-jährige Syrer am Mittwoch erhängt in seiner Zelle in der JVA Leipzig gefunden. Das Justizministerium in Dresden bestätigte den Tod und erklärte, Al-Bakr habe sich am Abend das Leben genommen. Politiker reagierten fassungslos und forderten Erklärungen. Der Pflichtverteidiger Al-Bakrs sprach empört von einem "Justizskandal". Weiter sagte der Dresdner Rechtsanwalt Alexander Hübner "Focus-Online", der Justizvollzugsanstalt Leipzig sei das Suizid-Risiko des Mannes bekannt gewesen. Al-Bakr habe in der Zelle zuvor bereits Lampen zerschlagen und an Steckdosen manipuliert. Hübner hatte demnach noch nachmittags mit dem JVA-Leiter telefoniert. Dieser habe ihm versichert, dass Al-Bakr ständig beobachtet werde.

Al-Bakr soll Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant haben

Al-Bakr war am Montag in Leipzig festgenommen worden. Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz hatte der anerkannte Flüchtling einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant und bereits weitestgehend vorbereitet. Der Anschlag wäre binnen Tagen möglich gewesen, sagte Behördenpräsident Hans-Georg Maaßen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Al-Bakr hat Landsleute als Mitwisser bezichtigt

Drei syrische Landsleute hatten Al-Bakr am Montag erkannt, überwältigt und der Polizei in Leipzig gefesselt übergeben. In seinen Vernehmungen bezichtigte Al-Bakr  die drei Syrer der Mitwisserschaft. (dpa)

Immer informiert via Messenger
Würdet ihr euch den Corona-Impfstoff geben lassen?
1015 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger