Einer der ersten Heuler der Aufzuchtstation in Friedrichskoog. Die ersten Tiere wurden auf den Inseln Amrum und Pellworm sowie in Eiderstedt gefunden.

Einer der ersten Heuler der Aufzuchtstation in Friedrichskoog. Die ersten Tiere wurden auf den Inseln Amrum und Pellworm sowie in Eiderstedt gefunden.

Foto: Frank Molter/dpa

Tiere

Claus war der erste Heuler der Saison

Von nord24
8. Juni 2020 // 17:40

Inzwischen betreut die Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) vier junge Seehunde. Auch junge Robben werden dort betreut.

Los ging es am 17. Mai

Die ersten Seehund-Heuler des Sommers werden derzeit in der Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) aufgepäppelt. Im Aufzuchtbecken der Anlage befinden sich bereits vier Tiere, wie die Seehundstation zum Wochenende mitteilte. Am 17. Mai war auf der Nordseeinsel Amrum ein junger Seehund gefunden und nach Friedrichskoog gebracht worden. Dort wurde die erst einen Tag alte und nur 7,5 Kilogramm wiegende Frühgeburt in Erinnerung an einen im vergangenen Jahr gestorbenen Sylter Seehundjäger „Claus“ genannt. Mittlerweile hat sich der Heuler gut entwickelt und wiegt zehn Kilogramm.

Zehn Tiere in Quarantäne

Im Aufzuchtbereich ist „Claus“ derzeit gemeinsam mit „Mieke“, die am 18. Mai auf Pellworm gefunden wurde. Am Freitag folgten den beiden die auf Eiderstedt gefundenen Heuler „Britta“ und „Miriam“ in den Aufzuchtbereich der Station. Dort befindet sich aktuell zudem noch eine junge Kegelrobbe, die demnächst ausgewildert werden kann. In der Quarantänestation versorgen die Mitarbeiter der Station bereits weitere zehn Heuler.

2019 waren es rund 300 Tiere

Im vergangenen Jahr hatte die Station rund 300 Seehund-Waisen aufgenommen. 2019 waren dort nach Stationsangaben 95 Prozent der Heuler aufgepäppelt worden. Die Robben-Babys wurden zuvor als mutterlose Heuler an Stränden und Küsten des Wattenmeers entdeckt. Die Hauptwurfzeit der Seehunde liegt zwischen Anfang Juni und Mitte Juli. Bei allen Tieren, die danach in freier Wildbahn allein unterwegs sind, handelt es sich um selbstständige Jungtiere. Sie brauchen weder die Mutter noch menschliche Hilfe, aber Ruhe.

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