Zahlreiche stachelige Schützlinge werden jedes Jahr von Findern im Igelzentrum Niedersachsen in Laatzen abgegeben. Dort werden sie versorgt, um sie wieder in die Freiheit entlassen zu können. Jetzt gehen dort aber die Plätze aus.

Zahlreiche stachelige Schützlinge werden jedes Jahr von Findern im Igelzentrum Niedersachsen in Laatzen abgegeben. Dort werden sie versorgt, um sie wieder in die Freiheit entlassen zu können. Jetzt gehen dort aber die Plätze aus.

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Tiere

Igelzentrum Niedersachsen ist derzeit voll belegt

Von nord24
18. Oktober 2020 // 12:45

Die einen sind mager und schwach, die anderen haben Schnittverletzungen. Das Igelzentrum nahe Hannover versorgt stachelige Schützlinge, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Für die Tiere gibt es demnach einige Gefahren.

Nur noch für absolute Notfälle Kapazitäten

Mit knapp 90 verletzten oder kranken Igeln ist das Igelzentrum Niedersachsen in Laatzen in der Region Hannover derzeit voll belegt. Nur in absoluten Notfällen sei die Aufnahme weiterer Tiere möglich, sagte die Tierärztin Karolin Schütte gegenüber unserer Redaktion.

Mähroboter werden zur Todesfalle

Viele Igel wurden schwach und unterentwickelt in die Einrichtung gebracht und müssen intensiv betreut und gefüttert werden. Andere sind krank oder verletzt und brauchen medizinische Hilfe. „In diesem Jahr haben wir viele Igel mit Schnittverletzungen“, berichtete Schütte und sieht die Ursache dafür in Mährobotern und anderen Gartengeräten. Bei Verletzungen im Gesicht sei die Rettung schwierig, Verletzungen im Stachelkleid könnten mitunter genäht werden.

Igel sind in Gärten heimisch geworden

Das Igelzentrum pflegt stachelige Schützlinge gesund, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen. „Die Auswilderung ist immer das größte Ziel. Danach richtet sich die Therapie“, sagte Schütte. Der Tierärztin zufolge ist der Schwund an Lebensraum für den Igel ein Problem. „Der Igel ist sehr anpassungsfähig. Er ist uns in die Gärten gefolgt, aber genau dort lauern die Gefahren.“ Auch der Insektenschwund stelle die Tiere vor Herausforderungen. „Dass so viele Igel aufgenommen werden, zeigt dass es ihm nicht so gut geht.“

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