Eine Ente rutscht über einen zugefrorenen Teich

Mit warmen Füßen würden Enten das Eis antauen und im Schmelzwasser festfrieren.

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Tiere

Enten im Winter: Warum frieren sie nicht auf dem Eis fest?

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Von nord24
14. Dezember 2022 // 12:39

Beobachtet man Enten bei frostig-klirrenden Temperaturen, fragt man sich, warum sie nicht auf zugefrorenen Gewässern mit ihren Füßen festkleben.

Spezieller Blutkreislauf

Hinter dem Phänomen steckt ein spezieller Blutkreislauf. Er sorgt dafür, dass in den Füßen von Wasservögeln kälteres Blut fließt als im Körper, informiert die Deutsche Wildtier Stiftung über den genialen Trick der Natur.

Blut kühlt ab

Mit warmen Füßen würden Enten das Eis antauen und im Schmelzwasser festfrieren. Das kann nur bei lang anhaltendem Frost passieren oder wenn ein Tier krank oder verletzt ist, sagt Wildtierbiologe Prof. Klaus Hackländer. Normalerweise ströme das etwa 40 Grad warme arterielle Blut vom Herzen an dem wesentlich kälteren venösen Blut aus den Beinen vorbei und kühlt dabei soweit ab, dass die Schwimmhäute der Füße bis auf null Grad herunterkühlen.

Noch ein Trick gegen das Frieren

Ein weiterer Überlebenstrick: Die Deckfedern der Enten liegen wie Dachziegel übereinander, schließen dabei Luft mit ein und bilden so eine Isolierung. Zudem fettet die Ente ihre Federn mit einem ölhaltigen und wasserabweisenden Sekret aus ihrer Bürzeldrüse ein, so Hackländer. Das Wasser perle daran einfach ab.

Energie sparen

Trotz dieser Strategien müssen Enten im Winter mit ihren Kräften haushalten und Energie sparen. Daher sollte man vermeiden, sie zu erschrecken oder auch seinen Hund daran hindern, sie aufzuscheuchen. Auch Füttern sei unnötig. Das ziehe nur Tauben und Ratten an. Enten fänden ganzjährig genug Futter, so die Wildtierstiftung. (dpa)

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