Ein Mann entfernt mit einem Laubgebläse herbstlich verfärbte Blätter

Da die abgesaugten oder weggeblasenen Blätter nicht mehr auf dem Boden verrotten, verlieren Kleintiere Nahrung und Lebensraum.

Foto: Bockwoldt/dpa

Tiere

Naturschutzorganisation: Laubsauger töten Kleintiere und Insekten

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Von nord24
17. Oktober 2022 // 12:40

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist darauf hin, dass Laubsauger und -bläser den Naturhaushalt stören und die Umwelt schädigen.

Humusbildung wird verhindert

„Die Bodenbiologie wird durch diese Geräte massiv beeinträchtigt“, warnt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe. „Die lauten Ordnungshalter saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen, Würmer, Insekten und Amphibien auf, häckseln und töten sie dabei. Außerdem zerstören sie Pflanzensamen.“ Da die abgesaugten oder mit einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 220 km/h weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, werde außerdem die Humus- und Nährstoffbildung behindert.

Verlust des Lebensraumes

„Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum, und der Boden wird der Deckschicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt“, so Quellmalz. Selbstverständlich müsse aus Sicherheitsgründen das Laub von Gehwegen und Straßen entfernt werden. „Ich beobachte aber immer wieder, dass Beete, aber auch Bereiche unter Büschen geradezu klinisch rein gepustet werden“, bedauert Quellmalz.

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