Vorne im Bild stehen Reste von Feuerwerkskörpern, im Hintergrund läuft ein Hund davon.

Laut TASSO-Statistik entlaufen an Silvester und Neujahr 227 Hunde.

Foto: TASSO e.V.

Tiere

TASSO fordert ein endgültiges Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk

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Von nord24
4. Dezember 2022 // 11:00

Das Aktionsbündnis fordert von Bundesinnenministerin ein Verbot und Verkaufsstopp durch zwei Kürzungen in der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz.

Aktionsbündnis fordert Verbot

Die Tierschutzorganisation TASSO .e.V. gehört dem Verbändebündnis an, welches von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) koordiniert und von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt wird. Sie fordern ein endgültiges Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk.

Tiere stehen Todesängste aus

Heike Weber, Bereichsleiterin Tierschutz bei TASSO dazu: „Für Tiere bedeutet die Silvesterböllerei einfach nur enormen Stress. Jeder, der einen panischen Hund schon einmal durch die Silvesternacht begleitet hat, weiß genau, dass die Tiere Todesängste ausstehen – was natürlich auch gleichermaßen für Katzen, Kleintiere und Wildtiere gilt. Unsere Statistik zu entlaufenen Tieren spricht auch eine ganz eindeutige Sprache: Entlaufen im Durchschnitt an normalen Tagen 85 Hunde, rennen an Silvester und Neujahr 227 in Panik davon. Wir können mit dem Verzicht auf privates Feuerwerk diesen Stress und dieses Leid einfach beenden!“

Vereine engagieren sich zusammen

Weiterhin im Bündnis engagieren sich: PETA Deutschland, das Deutsche Tierschutzbüro, VIER PFOTEN, die Stiftung für Tierschutz, das Jane Goodall Institut Deutschland, der Deutsche Tierschutzbund und der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Müll und Verletzungen

Feuerwerksraketen und Böller auf der Basis von Schwarzpulver führen jedes Jahr zu der jeweils höchsten Luftbelastung des Jahres überhaupt, heißt es in der Pressemitteilung. Sie schädigen Millionen Haustiere und Wildtiere, verschmutzen die Umwelt mit tausenden Tonnen an Müll und führen voraussichtlich wieder zu vielen tausend zum Teil lebensbedrohlichen Verletzungen bei Menschen und im schlimmsten Fall sogar zu Todesfällen, so das Verbändebündnis.

Forderung an Bundesinnenministerin

Das Aktionsbündnis fordert deshalb von Bundesinnenministerin Faeser einen sofortigen und dauerhaften bundesweiten Verkaufsstopp für Silvesterböller und -raketen und zudem ein bundesweites privates Anwendungsverbot. Nach Ansicht der DUH ließen sich Verbot und Verkaufsstopp mit zwei Kürzungen in der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) durch die Ministerin einfach umsetzen.

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