Eine Friedhofsgärtnerin arbeitet auf dem Friedhofsgelände an einem Grabfeld für Menschen und Tiere.

Eine Friedhofsgärtnerin arbeitet auf dem Friedhofsgelände an einem Grabfeld für Menschen und Tiere. Es gibt die Möglichkeit, dass Tierhalter die Asche ihres vierbeinigen Lieblings neben sich begraben können.

Foto: Anspach/dpa

Tiere

Wo dürfen Tierhalter den verstorbenen Vierbeiner beerdigen?

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Von nord24
9. Januar 2023 // 13:14

Verstorbene Tiere müssen in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht werden. Aber Tierhalter dürfen ihre Lieblinge auch im eigenen Garten beerdigen.

Strenge Vorschriften

Dabei müssen strenge Vorschriften beachtet werden. Diese können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen. Nach Auskunft von Experten der ARAG-Versicherung gilt: Ein einzelner Tierkörper bestimmter kleinerer Tierrassen wie beispielsweise Hunde, Katzen, Kaninchen, Wellensittiche oder Zierfinken darf im Garten bestattet werden.

Nicht an öffentlichen Plätzen und Wegen

Vorausgesetzt, das Grundstück liegt nicht im Wasserschutzgebiet, das Tier ist nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben und das Trinkwasser wird nicht gefährdet. Auch darf das Grab nicht in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Wegen und Plätzen liegen. Zudem muss der Tierkörper mit mindestens 50 Zentimeter Erde bedeckt werden.

Mit Geldstrafe rechnen

Die Experte weisen darauf hin, dass es verboten ist, Tiere auf öffentlichen Grundstücken zu begraben. Wer sein Tier im Wald oder im Park verbuddelt, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Für größere Tiere und Nutztiere gelten andere Vorschriften und es drohen empfindliche Geldbußen bei Verstößen. Übrigens: Auch das Entsorgen von Tieren im Hausmüll ist ausdrücklich verboten. Eine Alternative zur Beisetzung im Garten ist ein Tierfriedhof oder die Einäscherung in speziellen Krematorien.

Mit dem Halter ins Grab

Mittlerweile haben viele Bundesländer ihre Bestattungsgesetze gelockert, so dass Hunde und Katzen ganz offiziell gemeinsam mit ihrem Halter begraben werden dürfen. Allerdings kann die jeweilige Friedhofssatzung ein entsprechendes Verbot enthalten; hier müssen sich Betroffene vor Ort erkundigen. Zwar darf die Urne des Haustieres mit seinem Besitzer gemeinsam ins Grab, doch sowohl die Überführung als auch die Einäscherung müssen weiterhin streng getrennt nach Mensch und Tier erfolgen. Untersagt bleibt auch die Beisetzung tierischer Kadaver.

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