Autofahrer mit Navi

Wer sich beim Autofahren auf sein Navigationssystem verlässt, sollte das Kartenmaterial regelmäßig aktualisieren.

Foto: Archivfoto Hase/dpa

Tipps

Wenn das Navi einen in die Irre führt

Von nord24
16. Februar 2016 // 07:07

Ein Navigationssystem im Auto ist sehr praktisch. Dennoch kommt es immer wieder zu kuriosen, ärgerlichen oder sogar gefährlichen Fehlleitungen durch das Navi. Dann landen Autos in Sackgassen, Einbahnstraßen – oder sogar Flüssen. Wie kann es dazu kommen - und wie kann man sich davor schützen? "Die Hauptursache dafür sind die veralteten Karten in den Navigationssystemen", sagt Dr. Lutz Rittershaus im Interview mit der Nordsee-Zeitung (Ausgabe vom 16.02.16). Er ist Experte für „Kooperative Verkehrs- und Fahrerassistenzsysteme“ bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Demnach passieren solche Fehler vor allem bei neuen Straßen. Daher sollte man den Assistenzsystemen im Auto auch nicht blind vertrauen: "Für die Manöver, die das Auto macht, ist der Fahrer immer noch selbst verantwortlich."

Das Kartenmaterial sollte jedes Jahr aktualisiert werden

Etwa einmal im Jahr sollte man das Kartenmaterial des Navis aktualisieren, rät der Fachmann. Völlig sicher sei man aber auch dann nicht. Auch ein gestörter GPS-Empfang kann dazu führen, dass einen das Navi auf Irrwege führt: "Das Navi glaubt dann, man sei an einer anderen Stelle, als man tatsächlich ist." Vor allem in Städten bestehe diese Gefahr durch die hohen Häuser.

Der ständige Blick in den Atlas entfällt

Rittershaus sieht aber durchaus auch positive Effekte der Navigationssysteme: "Dass man sich nicht mehr um die Navigation kümmern muss, kann ein Sicherheitsgewinn sein. Man muss beim Fahren nicht mehr ständig in den Atlas gucken."

Es gibt zwei verschiedene Arten von Navis

Wer sich zum Kauf eines Navis entschließt, sollte bedenken, dass es zwei verschiedene Arten gibt: Die "intelligenten" Navis berechnen die Route selbst auf Grundlage des eingebauten Kartenmaterials. Bei den anderen übernimmt diesen Schritt ein zentrales Rechenzentrum des Dienstanbieters. Mit diesem Typ sei man auf der sichersten Seite "denn diese Rechenzentren sind immer auf dem neuesten Stand – und haben auch immer die aktuellsten Verkehrsinformationen vorliegen".

Das bessere Gerät muss nicht teurer sein

Das muss sich auch nicht zwingend in einem höheren Preis niederschlagen. Im Gegenteil: "Das Endgerät selbst kann sogar deutlich günstiger sein, weil es ja ,dumm' ist und keine eigene Rechenleistung aufbringen muss."

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