Meyer-Werft

Die Beschäftigten der Meyer-Werft bekunden ihre Solidarität mit dem Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin.

Foto: dpa

Unternehmen

Gericht beschäftigt sich mit der Meyer Werft

Von nord24
14. Dezember 2015 // 14:57

Sämtliche Schlichtungsversuche haben bislang nichts genutzt: Über die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden der Meyer Werft verhandelt am Donnerstag das Arbeitsgericht Lingen. Wegen des großen Interesses zieht die zuständige Kammer um und nutzt den größten Saal des örtlichen Amtsgerichts, der Platz für bis zu 80 Zuschauer bietet.

Meyer Werft kündigt dem Betriebsratsvorsitzenden

Mitte September war bekanntgeworden, dass die Geschäftsleitung des emsländischen Kreuzfahrtschiffbauers den Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin kündigen will. Frühere Auszubildende hatten ihn nach Unternehmensangaben beschuldigt, sie vor einigen Jahren zum Eintritt in die IG Metall genötigt zu haben. Ergin selber hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und als Versuch bezeichnet, aktive Arbeitnehmervertreter einzuschüchtern. Inzwischen prüft auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück die Vorwürfe. Eine Stunde vor dem Gerichtstermin hat die IG Metall zu einer kleinen Kundgebung aufgerufen. Meinhard Geiken, Vorsitzender des IG-Metall-Bezirks Küste, wird sprechen. "Es wird erwartet, dass Beschäftigte der Meyer Werft als auch aus anderen Betrieben Solidarität bekunden und vor Ort sein werden", sagte der Sprecher der IG Metall Küste, Heiko Messerschmidt.

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