Die Meyer-Werft, das größte deutsche Schiffbauunternehmen, steckt wegen des Stillstands der Kreuzfahrtbranche in der Krise. Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall konnten sich nun auf einen begrenzten Stellenabbau einigen. Betriebsratschef Nico Bloem spricht von einem „akzeptablen Kompromiss“.

Die Meyer-Werft, das größte deutsche Schiffbauunternehmen, steckt wegen des Stillstands der Kreuzfahrtbranche in der Krise. Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall konnten sich nun auf einen begrenzten Stellenabbau einigen. Betriebsratschef Nico Bloem spricht von einem „akzeptablen Kompromiss“.

Foto: picture alliance/dpa

Unternehmen

Meyer-Werft: 450 Jobs sollen gestrichen werden

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Von nord24
28. Juli 2021 // 16:22

Beim Kreuzfahrtschiffbauer Meyer-Werft sollen 450 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Erfolgreiche Moderation

Diese Einigung stellten Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall der Belegschaft vor. Nachdem die Fronten im größten deutschen Schiffbaubetrieb über Monate verhärtet waren, hat Niedersachsens früherer Finanzminister Jürgen-Peter Schneider (SPD) die Verhandlungen erfolgreich moderiert.

1,2 Milliarden Euro einsparen

Wegen des Stillstands in der Kreuzfahrtbranche hat die Werft 40 Prozent weniger Arbeit und muss 1,2 Milliarden Euro einsparen. Die die Werft-Führung hatte zunächst geplant, mindestens 660 Stellen abzubauen. „Wir haben es geschafft, die Zahlen zu reduzieren“, sagte Betriebsratschef Nico Bloem auf einer Betriebsversammlung. Er sprach von einem „akzeptablen Kompromiss“.

100 Stunden im Jahr unentgeltlich

Von den 3900 Meyer-Beschäftigten in Papenburg sollen 350 auf der Werft und 100 bei der Tochter Ems Maritime Systems (EMS) gehen. Ein Freiwilligenprogramm und eine Transfergesellschaft sollen die Zahl betriebsbedingter Kündigungen möglichst klein halten. Die verbleibenden Mitarbeiter werden dafür 100 Stunden im Jahr unentgeltlich arbeiten.

Ergebnis für Donnerstag erwartet

Die Einigung soll bis Ende 2023 gelten. Am Mittwoch lief indes noch die Abstimmung der Betriebsräte und der IG-Metall-Mitglieder auf der Werft über das Paket. Ein Ergebnis erwartete Bloem für Mittwochabend oder Donnerstagmorgen.

„Chance für einen Neuanfang“

„Es ist eine gute Chance für einen Neuanfang für die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft“, sagt Geschäftsführer Bernard Meyer. Seinen Angaben nach baut die Meyer-Werft, vor allem die Rostocker Tochter Neptun, an zwei neuen Tankschiffen für die Bundeswehr mit. In Aussicht stehe auch ein Auftrag über den Bau eines Residenzschiffes mit mehr als 130 Wohnungen.

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