Auszubildender

Haben junge Auszubildende gesundheitliche Probleme, hängen diese oft mit ihrem Ausbildungsplatz zusammen.

Foto: AOK-Mediendienst

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Gesundheitsprobleme am Arbeitsplatz - Tipps für Arbeitgeber

Von nord24 Ads
30. Dezember 2019 // 00:00
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Gesundheitsprobleme am Arbeitsplatz - Tipps für Arbeitgeber

Eigentlich fühlen sich Auszubildende relativ gesund. Und doch beklagen 58,8 Prozent gesundheitliche Probleme – sie bringen sie mit ihrem Arbeitsplatz in Verbindung. Die AOK gibt Tipps, wie sich Gesundheitsprobleme vermeiden lassen. 

Befragung unter 1420 Auszubildenden

Die Erkenntnisse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) beruhen auf einer repräsentativen Befragung unter insgesamt 1420 Auszubildenden. Wie Klaus Zok, Studienleiter im Forschungsbereich Gesundheitspolitik und Systemanalysen des WIdO, zusammenfasst, bewerten zwar knapp vier von fünf Azubis (83,2 Prozent) ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. Dennoch berichten 63,7 Prozent von körperlichen und 52,3 Prozent von psychischen Beschwerden.

Gesundheitsprobleme sind vielfältig

Jeweils ein knappes Viertel der Auszubildenden gibt sogar an, dass es häufig oder immer unter Verspannungen, Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen leidet. Knapp die Hälfte berichtet, dass sie sich immer oder häufig müde oder erschöpft fühlt. Genau diese Symptome bringen die Azubis mehrheitlich mit ihrem Arbeitsplatz in Verbindung: Mehr als jeder zweite der Befragten gibt mindestens eine arbeitsbedingte gesundheitliche Einschränkung an.

Wettbewerbsvorteil durch Gesundheitsangebote

Körperliche Gesundheitsprobleme werden dabei häufiger genannt als psychische Symptome. Mit Blick auf den Fachkräftemangel in Deutschland könnten sich Betriebe mit passenden Gesundheitsangeboten für diese Zielgruppe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, so Zok weiter. „Die Azubis sind für unternehmensinterne Gesundheitsangebote sehr aufgeschlossen“, sagt der Studienleiter. Denn vier von fünf Befragten halten betriebliche Gesundheitsangebote für gut, wie sie die Krankenkassen anbieten. „Die AOK ist hier seit vielen Jahren erfolgreich“, sagt Olaf Woggan, Vorstandsvorsitzender der AOK Bremen/Bremerhaven. Inzwischen werde das Betriebliche Gesundheitsmanagement um digitale Techniken erweitert.

Angebote auf Zielgruppen zuschneiden

Bei Frauen fällt die Zustimmung mit 86,6 Prozent noch höher aus als bei Männern (73,8 Prozent). Den meisten Zuspruch bekommt ein gesundes Kantinenangebot, aber auch Entspannungsangebote und Rückenschulungen sind für viele interessant. „Die Angebote sollten jedoch auf die junge Zielgruppe zugeschnitten sein. Das würde sie für weibliche und männliche Azubis gleichermaßen interessant machen“, sagt Zok.

Auch der Lebensstil wirkt sich aus

Aber nicht nur betriebliche Gesundheitsförderung wirkt sich auf den Gesundheitszustand der Azubis aus, sondern auch der Lebensstil. Die Befragung des WIdO hat das Bewegungs- und Ernährungsverhalten, die Schlafgewohnheiten, den Medienkonsum sowie den Konsum legaler oder illegaler Drogen erfasst. Auf Grundlage der Antworten wurde das Gesundheitsverhalten der Azubis in die Kategorien „eher gesundheitsförderlich“ und „eher risikoreich“ eingeteilt. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Gruppe der Auszubildenden mit einem eher gesundheitsförderlichen Verhalten deutlich seltener krank ist (durchschnittlich 6,7 Fehltage in den letzten 12 Monaten) als die Vergleichsgruppe mit einem eher riskanten Gesundheitsverhalten (9,3 Fehltage). Im Durchschnitt gaben die Azubis in der Befragung 8,2 Krankheitstage in den letzten zwölf Monaten an. (ams)

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