Niclas Füllkrug (links) und Florian Kohfeldt schätzen sich sehr.

Niclas Füllkrug (links) und Florian Kohfeldt schätzen sich sehr.

Foto: Friedemann Vogel/EPA/Pool/dpa

Werder Bremen

Das ist die besondere Geschichte von Niclas Füllkrug und Florian Kohfeldt

Von Björn Knips, deichstube.de
15. Juni 2020 // 12:21

Und dann lagen sie sich glücklich in den Armen: Niclas Füllkrug und Florian Kohfeldt. Sie haben eine besondere Geschichte beim SV Werder Bremen. Deswegen bejubelten sie gemeinsam Füllkrugs Comeback-Tor in Paderborn. Doch wird das auch in der neuen Saison so sein? Angeblich soll 1899 Hoffenheim an einer Verpflichtung von Kohfeldt interessiert sein.

Füllkrug: „Florian hat einen Vertrag, und ich gehe davon aus, dass er auch nächste Saison mein Trainer ist“

Florian Kohfeldt selbst und Werder Bremen halten sich mit Verweis auf den Abstiegskampf bedeckt, was die gemeinsame Zukunft betrifft. Für Niclas Füllkrug ist die Sache dagegen klar. „Florian hat einen Vertrag, und ich gehe davon aus, dass er auch nächste Saison mein Trainer ist“, sagt Füllkrug und erklärt: „Der Trainer hat doch häufig genug betont, dass er eine bestimmte Anzahl von Jahren hierbleiben will und seinen Vertrag erfüllen möchte. Ich glaube nicht, dass er in der jetzigen Situation den Abflug macht und nach Hoffenheim geht. So lange wir mit ihm arbeiten, sind wir glücklich und freuen uns.“

Kohfeldt wollte Werder Bremen nach Europa führen

Florian Kohfeldts Vertrag beim SV Werder Bremen war im vergangenen Sommer vorzeitig um zwei Jahre bis 2023 verlängert worden. Der 37-Jährige wollte und sollte Werder zurück nach Europa führen. In der vergangenen Saison hatten die Bremer dieses Ziel nur knapp verpasst. Doch in dieser Spielzeit kam alles anders als geplant. „Es war für alle eine schwierige Saison. Ich glaube, dass alle nicht alles richtig gemacht haben“, urteilt Niclas Füllkrug: „Seit der Coronapause gibt es einen Leistungsunterschied zu sehen. Wir können dem Trainer endlich etwas zurückzuzahlen. Er hat uns wirklich sehr lange geschützt. Und wir haben sehr lange gesagt, dass der Trainer uns erreicht. Aber wir haben dann als Mannschaft nichts folgen lassen.“ Deswegen sei es jetzt schön, dass endlich auch mal gute Ergebnisse kommen würden: „Die lassen ihn in der Öffentlichkeit so dastehen, wie er dastehen sollte.“

Immer schon enger Kontakt zwischen Kohfeldt und Füllkrug

Füllkrug ist nicht nur ein Kohfeldt-Befürworter, er ist ein Freund. Schon in der Werder-Jugend hat er unter ihm trainiert. Der Kontakt ist auch eng geblieben, nachdem Füllkrug Werder Bremen 2013 verließ. Im vergangenen Sommer kehrte der Stürmer auf ausdrücklichen Wunsch von Florian Kohfeldt an die Weser zurück. 6,5 Millionen Euro Ablöse überwiesen die Bremer an Hannover 96. Und dann erwischte es Füllkrug im September im Training: Kreuzbandriss. Kohfeldt rannte damals sofort in die Kabine, kümmerte sich um seinen Spieler. Auch danach in der Reha war der Coach ein wichtiger Ansprechpartner für den Angreifer.

Füllkrug bleibt auch im Abstiegsfall

Da verwunderte es nicht, dass Füllkrug nach seinem Comeback-Tor zu Florian Kohfeldt lief und ihm in die Arme fiel. „Das war Intuition, ich hatte es mir nicht vorgenommen. Ich habe einfach ein tiefgründiges Verhältnis zu ihm“, erklärt der 27-Jährige. Da ist es mehr als verständlich, dass gerade er darauf hofft, noch lange mit Kohfeldt zusammen zu arbeiten – und zwar beim SV Werder Bremen. Denn Niclas Füllkrug selbst hat sich längst festgelegt, dass er unabhängig von der Liga bei Werder bleiben wird. Gesprochen hat er mit seinem Freund noch nicht darüber und wird es wohl auch nicht tun: „Da hat Florian andere Ansprechpartner.“

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