Florian Kohfeldt steht auch in den letzten beiden Partien an der Seitenlinie.

Florian Kohfeldt steht auch in den letzten beiden Partien an der Seitenlinie.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Werder Bremen
Sport

Ende der Diskussion: Kohfeldt bleibt bis zum Schluss

Von Daniel Cottäus, deichstube.de
9. Mai 2021 // 13:15

Das 0:0 gegen Bayer Leverkusen - für Werder Bremen war es am Samstagnachmittag nach zuvor sieben Bundesliga-Niederlagen am Stück zumindest ein kleiner Schritt auf dem Weg zum großen Ziel Klassenerhalt. Und Florian Kohfeldt hat es zudem Gewissheit verschafft. Die Gewissheit, dass er nun auch bis zum Saisonende Trainer seiner Mannschaft bleiben darf.

Baumann beim Thema Klassenerhalt zuversichtlich

„Die Leistungen aus den letzten beiden Spielen machen uns zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden“, sagte Sportchef Frank Baumann, der das DFB-Pokal-Halbfinale des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig in seine Einschätzung mit einbezog - und betonte: „Florian hat in der letzten Saison schon einmal eine ganz schwierige Situation gemeistert. Wir trauen ihm das jetzt auch wieder zu.“

Sinnvoller Zeitpunkt für einen Trainerwechsel ist wohl ohnehin verstrichen

Auf das Mittel Trainerwechsel wird Werder Bremen in dieser Saison demnach verzichten. Der sinnvolle Zeitpunkt dafür ist ohnehin längst verstrichen. Selbst wenn es in Augsburg eine bittere Niederlage setzen sollte, wäre es mehr als nur fraglich, ob ein neuer Mann vor dem letzten Spieltag noch neue Impulse setzen könnte. Eher nicht. Das Bremer Ziel und die Bremer Pflicht ist es aber ohnehin, nach den ordentlichen Auftritten gegen Leipzig und Leverkusen endlich mal wieder einen Sieg zu landen.

Ein Unentschieden in Augsburg hilft nicht

„Es ist ein wahnsinnig wichtiges Spiel, das eine große Chance beinhaltet, aber auch ein großes Risiko“, sagte Florian Kohfeldt, der weiß, dass seiner Mannschaft auch ein Unentschieden nicht helfen wird. Nur bei einem Erfolg können die Bremer (31 Punkte) am FCA (33 Punkte) vorbeiziehen, der dann am letzten Spieltag auf den Meister Bayern München trifft. Werder Bremen muss seinerseits gegen Borussia Mönchengladbach antreten, was so oder so zu Kohfeldts letztem Spiel als Cheftrainer werden könnte. Selbst wenn der Klassenerhalt am Ende gelingt, ist eine Trennung im Sommer alles andere als ausgeschlossen.

Kein Gespräch über Kohfeldts persönliche Perspektiven

Für den Trainer sind das aber Zukunftsthemen. Mit Frank Baumann hat er nach dem Leverkusen-Spiel - anders als nach dem Pokal-Halbfinale gegen Leipzig - gar nicht mehr über seine persönlichen Perspektiven gesprochen. „Das war kein Thema zwischen uns, weil es auch gar nicht groß zur Debatte stand. Wäre heute etwas Außergewöhnliches passiert, hätten wir uns zusammengesetzt, aber es ist nichts außergewöhnlich Schlechtes passiert“, sagte Kohfeldt. (dco/mb)

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