Jaroslav Drobny ist wieder da. Er könnte gegen den Hamburger SV, seinen Ex-Klub, zwischen den Pfosten stehen.

Jaroslav Drobny ist wieder da. Er könnte gegen den Hamburger SV, seinen Ex-Klub, zwischen den Pfosten stehen.

Foto: Jaspersen/dpa

Werder Bremen

Heiß auf den HSV: Drobny könnte im Werder-Tor stehen

Von Matthias Berlinke
24. November 2016 // 17:30

Die spannendste Personalie bei Werder vor dem Nordderby beim Hamburger SV am Sonnabend (26. November,15.30 Uhr) ist eindeutig diese: Bleibt Felix Wiedwald im Bremer Tor? Oder kehrt der nach seinen Handbrüchen wieder genesene Jaroslav Drobny gegen seinen Ex-Club zurück? Werder-Coach Alexander Nouri lieferte am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz noch keine Antwort. Er wolle sich erst mit seinem Team und besonders mit Torwarttrainer Christian Vander („Sein Impuls ist sehr wichtig“) besprechen und die letzten Einheiten vor der Partie abwarten. Der Bremer Trainer sagte lediglich, dass Drobny „ohne Probleme trainiert“ habe. Dass Wiedwald zuletzt „gute Leistungen“ gebracht habe. Und dass es „keine einfache Entscheidung“ sei.

Drobny gegen Wiedwald: Der Zweikampf ist völlig offen

Wer auf Dauer die Nummer eins im Werder-Tor ist, „hängt auch von der Leistung im Spiel ab“, meinte Nouri und fügte an: „Es ist wichtig, dass man gerade auf dieser Position eine Entscheidung trifft.“ Drobnys Vergangenheit in Hamburg, wo der 37-Jährige von 2010 bis 2016 gespielt und im Sommer mit einigen Misstönen gegangen ist, spiele in den Überlegungen keine Rolle, sagte Nouri.

Lamine Sane könnte für Werder zu einer Startelf-Option werden

Ins Team zurückkehren könnte Lamine Sane, der nach seiner Knieverletzung seit Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainiert. Nouri gab sich jedoch auch in diesem Fall sehr defensiv: „Da müssen wir mit sehr viel Bedacht rangehen.“ Der senegalesische Innenverteidiger sei schließlich „knapp vier Wochen raus“ gewesen. Klingt so, als würde Sane noch geschont – und erneut Milos Veljkovic an der Seite von Niklas Moisander verteidigen. Ob Mittelfeldmann Philipp Bargfrede sein Startelf-Comeback gibt, blieb ebenfalls offen.

Max Kruses einzige Verbindung zum HSV ist angeblich seine Geburt in Hamburg

Offensivmann Max Kruse, der neben Nouri auf dem Podium saß und eine Vergangenheit beim FC St. Pauli hat, war bemüht, die Bedeutung des Nordderbys für ihn selbst herunterzuspielen. „Ich bin in Hamburg geboren, das ist meine einzige Verbindung zum HSV“, sagte der 28-Jährige: „Ich will einfach nur das Derby gewinnen, alles andere interessiert mich nicht.“ Immerhin erinnerte er sich noch an seine positive Bilanz bei Spielen in der Heimatstadt: „Ich glaube, ich habe in Hamburg noch nie verloren. Das würde ich gerne fortführen.“

Werder braucht Siege für den Aufstieg aus dem Tabellenkeller

Gewinnt Werder tatsächlich bei Schlusslicht HSV und danach auch gegen den Vorletzten Ingolstadt, sind das zwei Riesenschritte aus dem Tabellenkeller. Falls aber nicht, könnten die Bremer (aktuell 16.) noch weiter runter rutschen. Sportchef Frank Baumann hob deshalb auch noch mal hervor, wie wichtig diese Partien sind: „Für uns werden in den kommenden Wochen die Weichen gestellt. Da entscheidet sich, wie lange wir noch da unten bleiben.“ (mr/csa)

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