Klaus-Dieter Fischer (links) und Hubertus Hess-Grunewald üben sich auf unserem Archivfoto in Harmonie. Die Lage scheint sich aktuell geändert zu haben.

Klaus-Dieter Fischer (links) und Hubertus Hess-Grunewald üben sich auf unserem Archivfoto in Harmonie. Die Lage scheint sich aktuell geändert zu haben.

Foto: Jaspersen/dpa

Werder Bremen

Hess-Grunewald muss um seinen Posten fürchten

Von nord24
10. Oktober 2016 // 18:45

Bei Werder rumort es – und ausnahmsweise geht es nur ganz nebenbei um Fußball. Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer hat mit einem Antrag für die Mitgliederversammlung am 21. November für Unruhe gesorgt. Der 75-Jährige wünscht sich eine andere Struktur, will die Geschäftsführung von drei auf zwei Personen verkleinern und stellt damit ausgerechnet die Zukunft seines Nachfolgers Dr. Hubertus Hess-Grunewald infrage. Der Vereinspräsident muss um seinen lukrativen Job als Geschäftsführer beim Bundesligisten fürchten und hat schon gehandelt: Die von Fischer geforderte Expertenkommission wird vorzeitig eingeführt, der brisante Antrag des Ehrenpräsidenten ist damit ausgebremst und wohl vom Tisch. Aber das Thema gärt natürlich weiter. Mehr Werder Bremen gibt es auf nord24.de

Hess-Grunewald: Werde nicht in der Expertenkommission sein

Wie heikel die ganze Angelegenheit ist, beweist folgender Hinweis von Hess-Grunewald: „Ich werde nicht in der Expertenkommission sein, damit gar nicht erst der Verdacht aufkommt, ich könnte etwas zu meinen Gunsten beeinflussen. Es kann schließlich auch um meine Position als Geschäftsführer gehen.“ Es kann nicht nur, es wird definitiv um die Position des dritten Geschäftsführers neben Klaus Filbry und Frank Baumann gehen. Sie sind in der vom Verein ausgegliederten Kommanditgesellschaft (KG) für den finanziellen beziehungsweise den sportlichen Bereich zuständig. Hess-Grunewald kümmert sich um den Nachwuchs- und Damen-Fußball sowie den anderen Leistungssport bei Werder wie Tischtennis, Handball und Schach. Außerdem steuert der Rechtsanwalt das soziale Engagement des Clubs. Das alles als Gesandter des Vereins, dem Alleingesellschafter der KG. Die aktuelle Satzung sieht vor, dass einem Präsidiumsmitglied ein Platz in der Geschäftsführung zusteht, zudem darf der Verein zwei Personen für den sechsköpfigen Aufsichtsrat benennen.
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Ehrenpräsident Fischer gesteht einen Fehler ein

Fischer hält diese Regelung nicht mehr für „zeitgemäß“. Dabei hat er 2003 bei der letzten Umstrukturierung selbst davon profitiert, wurde als ehrenamtlicher Präsident gleichzeitig auch gut bezahlter Geschäftsführer. „Anders wäre es damals aber nicht gegangen“, sagt Fischer: „Der Verein wollte diesen direkten Einfluss und hätte sonst nicht zugestimmt.“ Den Wirtschaftsprüfern wäre eine klarere Trennung zwischen Verein und KG damals lieber gewesen, erinnert sich Fischer und gesteht: „Mein Fehler war es, und das kreide ich mir auch an: Warum habe ich diese Strukturfrage nicht eher angeschoben?“

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