Maximilian Eggestein (links) und Marco Reus beim Abschlusstraining in Amsterdam.

Maximilian Eggestein (links) und Marco Reus beim Abschlusstraining in Amsterdam.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Werder Bremen

Kein Startelf-Einsatz: Warum Maximilian Eggestein nicht traurig sein muss

Von nord24
24. März 2019 // 15:45

Das Metallteil lag in dutzendfacher Ausführung vor ihm. Wo es hingehört? Maximilian Eggestein würde es gleich erfahren. Am Freitag hatte der Werder-Profi mit der deutschen Nationalmannschaft das VW-Werk in Wolfsburg besucht und unter Anleitung selbst ein bisschen mitgeschraubt an den Autos, die dort am Fließband produziert werden.

Mit dem Werder-Dienstwagen kennt er sich aus

Es ist also davon auszugehen, dass Eggestein jetzt weiß, wo jenes Metallteil in seinem Werder-Dienstwagen, einem Touareg, verbaut ist. Zwar nur ein Teil von vielen - aber am richtigen Platz muss es sein.

Keine guten Chancen für die Startelf

Womit wir zum Sportlichen und der Frage kämen, ob Maxi Eggestein im EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Amsterdam gegen die Niederlande (20.45 Uhr) auch ein Teil vom Ganzen sein wird. Nachdem ihm im Testspiel gegen Serbien am Mittwoch (1:1) das Debüt in der DFB-Auswahl nicht vergönnt gewesen war, stehen die Chancen im Pflichtspiel natürlich nicht gerade besser.

Fritz glaubt an den Werderaner

Die Startelf ist für ihn wohl nur ein Traum, eine Einwechslung aber nicht unmöglich – so sieht es jedenfalls Ex-Nationalspieler und Werder-Management-Trainee Clemens Fritz: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass er spielt. Er hat in den vergangenen Wochen doch hervorragende Leistungen gebracht. Ich würde mir jedenfalls keine Sorgen machen, wenn er reingeworfen wird.“

Gute Erinnerungen an 2006

Bei Fritz (38) lief die erste Berufung ins Nationalteam einst anders ab. Er durfte im Oktober 2006 im Test gegen Georgien (2:0) gleich über 90 Minuten ran, ging anschließend auch in der EM-Qualifikation in der Slowakei (4:1) über die volle Distanz. Ein Traumstart für ihn.

„Maxi ist ein smarter Junge"

Doch für Eggestein wäre es kein Grund, Trübsal zu blasen, falls die erste Berufung ohne Einsatz bliebe, meint Fritz: „Maxi ist ein smarter Junge. Er weiß das alles gut einzuschätzen. Die Nominierung hatte er sich absolut verdient. Er kann im Nationalteam selbstbewusst auftreten, kann alles aufsaugen und mitnehmen. Er wird seine Spiele schon noch machen. Ich sehe ihn in Zukunft als absolute Stammkraft.“

Fritz war später dran

Fritz selbst hat es in seiner Karriere auf 22 Länderspiele gebracht. Und dabei war er deutlich später dran als Maxi Eggestein aktuell. Mit 22 Jahren steht dieser schon im Kader der Nationalelf, „da habe ich noch nicht mal Bundesliga gespielt“, sagt der Bremer Ehrenspielführer, um zu beschreiben, wie weit Eggestein (schon 83 Bundesliga-Einsätze) in seiner Entwicklung bereits ist: „Viel weiter als ich damals. Ich kann mich deshalb auch gar nicht mit ihm vergleichen. Maxi ist bei Werder schon jetzt eine absolute Identifikationsfigur. Er hört zu, schaut sich viel ab, stellt Fragen, versteckt sich aber auch nicht, wenn er etwas zu sagen hat.“ von Carsten Sander, deichstube.de

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