Fußball: Bundesliga, Bayer Leverkusen - Werder Bremen, 15. Spieltag in der Bay Arena. Bremens Ömer Toprak sitzt am Boden.

Ömer Toprak sitzt hier auf dem Boden - im Training ist er aber fleißig.

Foto: Wolfgang Rattay/dpa/Reuters POOL

Werder Bremen

Ömer Toprak nimmt bei Werder Einzelunterricht

Von Björn Knips, deichstube.de
4. März 2021 // 12:50

Ömer Toprak ist 31 Jahre alt, hat 255 Mal in der Bundesliga, 39 Mal in der Champions League und 27 Mal für die türkische Nationalmannschaft gespielt. Ein mehr als gestandener Fußball-Profi also, der beim SV Werder Bremen eine ganz starke Saison abliefert, doch mit seinem Spiel offenbar trotzdem noch nicht zufrieden ist. Toprak nimmt quasi Einzelunterricht, um sich zu verbessern. Dabei geht es um kleine Details.

Trainingsbegleiter ist das Tablet

Die Szene sieht schon ein wenig kurios aus, denn zum Spezialtraining nach der normalen Einheit gehört ein Tablet. Co-Trainer Danijel Zenkovic hat es dabei, zeigt Ömer Toprak erst ein paar Szenen – nicht nur im Stand, sondern auch während der Übung. „Das ist aus der Situation heraus entstanden“, erklärt Florian Kohfeldt, Chefcoach des SV Werder Bremen, später auf Nachfrage: „Es ging um den Bewegungsablauf Schussbein/Standbein bei der Spielverlagerung.“

Toprak arbeitet an der Präzision

Ömer Toprak bekommt den Ball und schlägt das Spielgerät dann diagonal über das Feld Richtung Tor. So wie es im Spielaufbau immer wieder mal gefordert ist und wie es Toprak oft macht. Dabei kommt es natürlich auf Präzision an, und dafür sind eben Kleinigkeiten entscheidend.

Verteidiger ist bei Werder der Chef auf dem Platz

„Das zeigt, welchen Ehrgeiz Ömer auch in seinem Alter noch hat“, freut sich Kohfeldt über die Einstellung von Toprak. Der ist bei Werder Bremen inzwischen längst der Chef auf dem Platz – nicht nur in der Abwehr, sondern für das ganze Team. Er nimmt damit die Rolle ein, die ihm schon bei seiner Verpflichtung im Sommer 2019 zugedacht war. Doch dann stoppten ihn immer wieder Verletzungen. Inzwischen ist der 31-Jährige topfit, kann auch alle Trainingseinheiten mitmachen – und sogar noch ein bisschen mehr, wie seine Spezialeinheit mit Zenkovic gezeigt hat. (kni/mb)

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