Ousman Manneh soll auch in den kommenden Jahren für Werder jubeln.

Ousman Manneh soll auch in den kommenden Jahren für Werder jubeln.

Foto: Jaspersen/dpa

Werder Bremen

Ousman Manneh soll Bremer bleiben

Von nord24
19. Oktober 2016 // 20:30

Es ist diese so beliebte Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär. Im Fall Ousman Manneh heißt sie eben vom Flüchtling zum Bundesliga-Profi. Und nach seinem ersten Tor für Werder steht der 19-Jährige natürlich noch mehr im Fokus. Da geht es dann auch schnell um seine Zukunft – also um einen neuen Vertrag. Einen, der dem Spieler mehr Geld bringt und dem Verein durch eine längere Laufzeit mehr Sicherheit, ihn nicht so schnell und wenn doch, wenigstens für viel Geld zu verlieren.

Sportchef Frank Baumann: Wir wollen den Vertrag nicht nur verlängern, weil er jetzt in der Bundesliga gespielt hat

Frank Baumann ist da ganz entspannt. „Wir haben Ousman und seinem Berater schon vor Wochen die Rückmeldung gegeben, dass wir sehr zufrieden sind“, berichtet der Werder-Sportchef und betont: „Wir wollen den Vertrag nicht nur verlängern, weil er jetzt in der Bundesliga gespielt hat.“

Ousman Manneh besitzt einen nicht so üppig dotierten Profivertrag

Schon vorher sei eine Anpassung längst angedacht gewesen. Manneh besitzt zwar schon einen Profivertrag bis 2018, aber eben einen für einen jungen Spieler aus der Dritten Liga – also nicht so üppig dotiert. „Irgendwann werden wir die Gespräche aufnehmen“, sagt Baumann.

Ousman Mannehs Berater hat früher selbst für Werder gespielt

Dieses „Irgendwann“ klingt sehr weit weg, doch der Ex-Profi sagt es, um damit kurzfristige Nachfragen zu vermeiden. Er will ungestört verhandeln – und das ist absolut im Interesse von Martin Opoku Tuffour. Der Berater ist Baumanns einziger Ansprechpartner im Fall Manneh. Die Rechtsanwältin Petra Babucke kümmert sich zwar auch um den Jungprofi, spielt aber im Alltag und bei den Entscheidungen keine Rolle.
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Keine Vertragsdiskussion über die Medien

Tuffour möchte Manneh im Moment so gut es geht aus der Öffentlichkeit heraushalten. Er soll sich voll und ganz auf Fußball konzentrieren können. Deswegen will der 37-jährige Tuffour, übrigens ein ehemaliger Werder-Spieler (U19 und Amateure), auch keine Vertragsgeschichten in den Medien anheizen.

Baumann zeigt sich optimistisch

Er schweigt also und verweist auf Baumann. Der Sportchef gibt sich ganz zuversichtlich: „Natürlich haben sich die Karten von Ousman in den letzten Wochen verbessert. Aber er weiß auch, was er an Werder hat. Und Bremen ist so etwas wie seine zweite Heimat geworden.“ (kni)

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