Unzählige Zweikämpfe gab es viele, hochkarätige Chancen dagegen kaum: Im Nordderby Werder Bremen (im Bild Thomas Delaney (rechts) und Aaron Hunt)  ging es eher harmlos zu.

Unzählige Zweikämpfe gab es viele, hochkarätige Chancen dagegen kaum: Im Nordderby Werder Bremen (im Bild Thomas Delaney (rechts) und Aaron Hunt) ging es eher harmlos zu.

Foto: Jaspersen/dpa

Werder Bremen

Werder schafft späten Sieg gegen Hamburger SV

Von nord24
24. Februar 2018 // 20:37

Mit einem glücklichen Sieg im 108. Nordderby hat Werder Bremen die Krise beim Hamburger SV dramatisch verschärft. Die Bremer gewannen am Samstagabend mit 1:0 (0:0) und vergrößerten damit den Abstand auf den hanseatischen Erzrivalen auf neun Punkte.

Belfodil mit Stocher-Tor

Der HSV wartet damit unter Trainer Bernd Hollerbach weiter auf den ersten Sieg und hat nun bereits sieben Zähler Rückstand auf den FSV Mainz 05 auf dem Relegationsplatz. Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielte der eingewechselte Ishak Belfodil in der 86. Minute mit einem Stocher-Tor den Siegtreffer für die Bremer. Die insgesamt schwache Partie musste zweimal unterbrochen werden, weil HSV-Anhänger Feuerwerkskörper gezündet hatten.

Als Hochrisikospiel eingestuft

Vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Nachbarschaftsduell war es rund um das Weserstadion nach Angaben der Polizei noch ruhig geblieben. Im Stadion fielen einige HSV-Anhänger dann aber aus der Reihe. Weil sie unmittelbar nach dem Anpfiff Bengalos und Feuerwerkskörper zündeten, unterbrach Schiedsrichter Felix Zwayer die Begegnung für rund eine Minute. Danach blieb es beim Vergleich der beiden Erzrivalen auf den Rängen erst einmal ruhig.

Kohfeldt fuchtelt wild mit den Armen

Doch auch auf dem Rasen passierte lange Zeit rein gar nichts. Die Bremer agierten vor heimischer Kulisse erstaunlich passiv, konnten sich gegen die dicht gestaffelte Hamburger Defensive kaum in Szene setzen. Ein Schuss von Maximilian Eggestein nach einer Viertelstunde - das war alles, was die Grün-Weißen zustande brachten. Werder-Coach Florian Kohfeldt fuchtelte an der Seitenlinie immer wieder wild mit den Armen. Emotionalität und Körpersprache seines Teams gefielen dem Bremer Trainer überhaupt nicht.

HSV zeigt sich verbessert

Der HSV, der auf Albin Ekdal und Lewis Holtby verzichten musste, zeigte sich im Vergleich zu den Vorwochen dagegen verbessert und erarbeitete sich vor der Pause phasenweise sogar ein leichtes Übergewicht. Doch richtig zwingend wurde der wankende Bundesliga-Dino auch nicht. Die beste Gelegenheit vergaben André Hahn und Gideon Jung in der 24. Minute, als sie den Ball im Werder-Strafraum verstolperten.

Feuerwerkskörper aus dem HSV-Block

Unruhig wurde es danach erst wieder kurz vor der Pause, als Zwayer die Partie erneut unterbrechen musste, weil aus dem HSV-Block Feuerwerkskörper abgeschossen wurden. Auf dem Platz passierte dagegen nichts mehr, beide Teams zeigten eindrucksvoll, warum das Derby anders als so oft in der Vergangenheit dieses Mal nicht an der Tabellenspitze, sondern im Abstiegskampf stattfand.

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