Der erst 16 Jahre alte Fabio Chiarodia gab im Testspiel gegen den FC Oberneuland sein Debüt bei den Werder-Profis.

Der erst 16 Jahre alte Fabio Chiarodia gab im Testspiel gegen den FC Oberneuland sein Debüt bei den Werder-Profis.

Foto: imago images/Nordphoto

Werder Bremen
Sport

Dieser 16-Jährige macht Werder Bremen Spaß

Von Maik Hanke, deichstube.de
15. Juli 2021 // 07:00

Wenn im Fußball die 91. Minute anbricht, gehen Begegnungen meist zu Ende. Für einen jungen Spieler des SV Werder Bremen tickten am Dienstagabend die Uhren anders – für ihn begann in einer 91. Minute womöglich der Weg zum Profifußball. Sein Name: Fabio Chiarodia. Sein Alter: gerade 16 Jahre.

Chiarodia ist mit einem breiten Lachen auf dem Weg zur Seitenlinie

Ein Hinweis von Trainer Markus Anfang – schon war Fabio Chiarodia mit breitem Lachen auf dem Weg zur Seitenlinie. Einmal klatschte er noch mit allen Spielern auf der Ersatzbank ab, dann begann sein Debüt bei den Werder-Profis: Im XXL-Testspiel über 120 Minuten gegen Regionalligist FC Oberneuland (12:0) ersetzte Chiarodia in der 91. Minute Anthony Jung in der Innenverteidigung und war für eine halbe Stunde mittendrin statt nur dabei.

Das Talent hat schon für die italienische U15-Auswahl gekickt

Fabio Chiarodia: Den Namen muss man sich ab sofort merken. Innenverteidiger, 1,86 Meter groß, vor einem Monat erst 16 geworden, drei Einsätze als U15-Nationalspieler Italiens, vergangene Saison U17 bei Werder, jetzt U19 – und womöglich bald das eine oder andere Mal bei den Profis. „Ich bin offen für junge, talentierte Spieler“, sagt Trainer Anfang. „Wenn wir so einen in unseren Reihen haben und den nachziehen können, ist das nichts Verkehrtes.“Jetzt kam Chiarodia in den Kader, weil Milos Veljkovic ausfiel und Anthony Jung nach grippalem Infekt nicht fit war. Anfang; „Wir haben in der Innenverteidigung ein bisschen personelle Schwierigkeiten.“ Chiarodia ist nicht irgendein Talent, das zufällig die Chance bei den Profis bekommt, sondern ein Spieler, den Anfang geholt hat. „Ich hatte vor ein paar Wochen ein Gespräch mit ihm und wusste, dass wir einen jungen talentierten Spieler haben.“

Vorbild Florian Wirtz?

Dass die Umstände der Frühförderung auch im Weg stehen können, hat Anfang bei einer früheren Station erlebt. „Wir hatten in Köln eine ähnliche Situation mit Florian Wirtz, den wollten wir gern dazunehmen. Es wurde vom Verein anders gesehen.“ Wirtz wechselte in die U19 von Bayer Leverkusen, legte einen Raketenstart hin, ist Nationalspieler und wird von ganz Europa gejagt.

Anfang hält viel vom 16-jährigen Italiener: „Er ist als Linksfuß in der Innenverteidigung, der auch die Statur mitbringt.“ Möglicherweise wird Chiarodia demnächst öfter dabei sein, vielleicht schon am Samstag beim Doppel-Test gegen Feyenoord Rotterdam – wenn wieder ein Loch in der Abwehr droht. (han/mb)

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