Werders Leonardo Bittencourt erzielte das zwischenzeitliche 2:0.

Werders Leonardo Bittencourt erzielte das zwischenzeitliche 2:0.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa (Archiv)

Werder Bremen

Werder holt ein Remis gegen St. Gallen

Von Maik Hanke und Malte Bürger, deichstube.de
8. Januar 2023 // 18:41

Der SV Werder Bremen hat im Testspiel gegen den FC St. Gallen eine 2:0-Pausenführung verspielt und kam am Ende nicht über ein Unentschieden hinaus.

Recht kühle Temperaturen in Spanien

Wirklich sonnig war es nicht mehr, der Trainingslager-Abschluss des SV Werder Bremen im spanischen Murcia fiel aufgrund eines beständigen Windes und einiger Wolken sogar recht kühl aus. Und zu allem Überfluss gaben die Bremer in der Schlussminute auch noch den zweiten Testspiel-Sieg des neuen Jahres aus der Hand. Nach dem 2:0-Erfolg zum Auftakt gegen den spanischen Drittligisten Real Murcia reichte es dieses Mal gegen den Tabellendritten der Schweizer Super League, den FC St. Gallen, trotz zwischenzeitlicher Führung lediglich zu einem 2:2 (2:0).

Amos Pieper, Milos Veljkovic und Marco Friedl in der Dreierkette

Trainer Ole Werner schickte eine Startelf auf den Rasen, die sich von den Namen her durchaus sehen lassen konnte und so nicht allzu weit von der Formation entfernt war, die auch in der Bundesliga für Werder Bremen beginnen könnte. Vor Torhüter Jiri Pavlenka verteidigten Amos Pieper, Milos Veljkovic und Marco Friedl in der Dreierkette, auf den Außenbahnen waren wie gewohnt Mitchell Weiser und Anthony Jung unterwegs. Ilia Gruev durfte auf der Sechs ran, Jens Stage vertrat als Achter den verletzten Romano Schmid. In der Offensive sollten Leonardo Bittencourt, Marvin Ducksch und Oliver Burke für Gefahr sorgen – Letzterer durfte anstelle des erkrankten Niclas Füllkrug ran, der gar nicht erst mit in die Pinatar-Arena gereist war.

St. Gallen am Anfang stärker als die Grün-Weißen

Die Anfangsphase gehörte den Schweizern, Werder Bremen stand immer wieder unter Druck, leistete sich zudem gleich mehrere unnötige Ballverluste. Nach zehn Minuten hätte sich das beinahe gerächt, doch St. Gallens Chadrac Akolo stand bei seinem Treffer knapp im Abseits. Anschließend fanden die Bremer ein wenig besser in die Partie und gingen prompt in Führung. Nach einer Balleroberung von Pieper legte Bittencourt in die Mitte auf Oliver Burke ab, der den ghanaischen Nationalkeeper und WM-Teilnehmer Lawrense Zigi überwand (17.). Wenig später legte Leonardo Bittencourt selbst das 2:0 mit einem Lupfer über den gegnerischen Schlussmann nach, nachdem er zuvor von Jens Stage genau im richtigen Moment in die Schnittstelle geschickt worden war (25.). Auch wenn bei den Norddeutschen nicht alles passte, bis zu diesem Zeitpunkt stimmte zumindest die Effektivität, denn die einzigen beiden Chancen hatten die Grün-Weißen direkt genutzt. Im weiteren Verlauf hatte die Werner-Elf das Geschehen unter Kontrolle und brachte die Führung im Testspiel problemlos in die Pause.

Einige Wechsel in der Halbzeit

Zwar gab es dieses Mal keinen personellen Kompletttausch, für einige Profis des SV Werder Bremen war der Arbeitstag dennoch nach 45 Minuten beendet. So rückten Michael Zetterer, Niklas Stark, Christian Groß, Niklas Schmidt und Eren Dinkci für Pavlenka, Veljkovic, Gruev, Stage und Burke ins Team. Die neue Formation stand noch keine drei Minuten auf dem Rasen, da setzte es den Anschlusstreffer der Eidgenossen. Ricardo Alves hatte es etwas zu leicht, aus zentraler Position per Linksschuss flach ins Eck zu treffen (48.). Nach einem guten Gegenpressing der Bremer hatte Dinkci wenig später die große Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen, doch er bekam den Ball freistehend nicht am Torhüter des FC St. Gallen vorbei (60.).

Bremens Torhüter Michael Zetterer hat keine Chance beim Ausgleichstreffer

Weitere Strafraumszenen blieben dann lange Mangelware, erst der eingewechselte Manuel Mbom zielt eine Viertelstunde vor dem Ende knapp am Kasten vorbei. Auf der Gegenseite verhinderte Stark, der sich zuvor einige Unsauberkeiten in seinem Spiel erlaubt hatte, mit einer energischen Grätsche den möglichen Ausgleich durch Noha Ndombasi (84.). Der Offensivmann zielte kurz vor dem Ende dann noch etwas besser und ließ Werder Bremens Torhüter Michael Zetterer keine Chance.

Werder Bremen: Pavlenka (46. Zetterer) – Weiser (65. Mbom), Pieper, Veljkovic (46. Stark), Friedl (65. Chiarodia), Jung (79.Dietrich), Gruev (46. Groß), Stage (46. Schmidt), Bittencourt (65. Salifou), Ducksch (79. Berger), Burke (46. Dinkci)

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