grünes Trikot mit Werbung.

Werder und „Wiesenhof“ arbeiten schon einige Jahre zusammen.

Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Werder Bremen
Sport

Werder: So könnte es mit Hauptsponsor „Wiesenhof“ weitergehen

Von Björn Knips, deichstube.de
7. Oktober 2021 // 12:51

Im nächsten Sommer gibt es ein kleines Jubiläum: Dann feiert die Marke „Wiesenhof“ der PHW-Gruppe aus Visbek ihr Zehnjähriges als Hauptsponsor des SV Werder Bremen. Es könnte allerdings auch ein Abschiedsfest werden. Denn es ist noch offen, ob das „Wiesenhof“-Logo auch in den nächsten Spielzeiten die Brust der Grün-Weißen zieren wird. Trotz des Abstiegs scheint Werder als Werbepartner auch für andere Unternehmen sehr interessant zu sein.

„Wiesenhof“ wird erster Ansprechpartern von Werder Bremen sein

„Ich kann bestätigen, dass der Vertrag mit unserem Hauptsponsor ,Wiesenhof‘ im nächsten Sommer ausläuft“, berichtet Klaus Filbry auf Nachfrage der Deichstube. Der Boss des SV Werder Bremen blickt dabei optimistisch in die Zukunft: „Bei ,Wiesenhof‘ gibt es Bestrebungen, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen, was uns sehr freut. Es gibt aber auch mehrere andere Interessenten, die gut zu uns passen würden. Damit werden wir uns in den nächsten Monaten beschäftigen. Natürlich ist ,Wiesenhof‘ als langjähriger Partner unser erster Ansprechpartner.“

Werder bekommt wohl mehr als der HSV, aber weniger als Schalke 04

Vor dem Abstieg zahlte die PHW-Gruppe Werder Bremen pro Saison geschätzte 7,5 Millionen Euro. Damit lag Werder im Bundesliga-Vergleich im oberen Drittel. Nach dem Abstieg soll die Summe auf etwa vier Millionen Euro geschrumpft sein, bedeutet aber für die 2. Liga immer noch einen Topwert. Zum Vergleich: Der Hamburger SV soll von Hauptsponsor „Orthomol“ (Nahrungsergänzungsmittel) jährlich zwei Millionen Euro bekommen. Absteiger Schalke 04 kann dagegen angeblich bis zu zehn Millionen Euro von Gazprom kassieren. Allerdings ist die Verbindung zum russischen Unternehmen auch ein ganz spezielle. So hat Gazprom einen Sitz im Aufsichtsrat.

Das „Wiesenhof“-Engagement sorgte bei den Fans schon für Kritik

Bei der PHW-Gruppe ist das nicht der Fall, wenngleich die Zusammenarbeit mit Werder Bremen auch als sehr eng gilt. Die Niedersachsen engagieren sich bei den Grün-Weißen auch im eSport und halfen 2015 bei der Rückholaktion von Claudio Pizarro mit. Das Engagement des Geflügelproduzenten bei Werder hat allerdings auch für Kritik gesorgt, einige Fans lehnen seitdem einen Trikotkauf ab. Inzwischen hat das Unternehmen selbst für eine Alternative gesorgt, wirbt in dieser Saison auf dem schwarzen Eventtrikot für die Marke „Green Legend“, die vegane Fleischalternativprodukte anbietet. Ob das auch in der neuen Saison so sein wird, entscheidet sich wohl Anfang des Jahres. (kni/mb)

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