Harry Grotheer von der BI AtommülldepoNIE gehörte zu den Bürgern, die kritische Fragen zur Einlagerung von freigegebenen Abfällen in Brake-Käseburg.

Harry Grotheer von der BI AtommülldepoNIE gehörte zu den Bürgern, die kritische Fragen zur Einlagerung von freigegebenen Abfällen in Brake-Käseburg.

Foto: Kikker

Wesermarsch

1500 Unterschriften gegen KKU-Schutt auf Deponie in Brake

Von Ursel Kikker
30. Mai 2018 // 19:38

Die Angst vor Gesundheitsrisiken ist groß. Die Bürgerinitiative AtommülldepoNIE hat Landrat Thomas Brückmann 1500 Unterschriften überreicht. Die Unterzeichner sind gegen die Einlagerung freigemessener Abfälle auf der Deponie Käseburg in Brake aus dem Kernkraftwerksrückbau in Kleinensiel.

Aufgeheizte Stimmung

Die Übergabe erfolgte kurz vor einer öffentlichen Sitzung zweier Fachausschüsse des Landkreises zu diesem Thema. Sechs Experten standen Rede und Antwort vor mehr als 100 Zuhörer. Die Stimmung bei den Bürgern war aufgeladen. Es gab unter anderem Kritik an den Grenzwerten für das Freimessen von schwach radioaktiven Abfällen.

Kein Signal aus der Politik

Am Ende waren die Bürger enttäuscht. Es gab kein Signal von den Ausschüssen gegen die Deponierung. Hans Francksen (SPD) hatte beantragt, einen Beschluss zu vertagen. UW, Grüne und FDP wollten mit ihrem Antrag ein Nein zur Deponierung erreichen. Thomas Brückmann hatte zuvor auf Nachfrage von Bürgern unterstrichen, dass der Landkreis alles unternehmen werde, damit eine mögliche Genehmigung für die Einlagerung nicht in Kraft tritt. Der Kraftwerksbetreiber Preussen Elektra bereitet eine Einzelfallprüfung für die Deponie Käseburg vor. Er rechnet mit dem Antrag im August. Die Prüfung durch das Umweltministerium dauert dann noch mal mehrere Monate.

Listen mit Unterschriften gestohlen

Die BI hätte noch mehr Unterschriften vorlegen wollen. Doch laut Harry Grotheer wurden an mehreren Standorten Listen gestohlen.

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