Andreas Christiani mit der neuen 1-Liter-Flasche, in der das Bier unter anderem verkauft wird.

Andreas Christiani mit der neuen 1-Liter-Flasche, in der das Bier unter anderem verkauft wird.

Foto: Lorenz

Wesermarsch

Abbehauser Braumeister hat noch viele Ideen

Von Frank Lorenz
5. Februar 2018 // 19:38

Ursprünglich hatten Brauhaus-Gastronom Udo Venema und Braumeister Andreas Christiani rund 400 Hektoliter fürs erste Jahr angepeilt. „Produziert haben wir aber 900 Hektoliter. Nicht schlecht für so ein Start-up“, findet der Herr über Maischepfanne und Läuterbottich im Butjenter Brauhaus. Zugleich verdreifachte sich im gesamten Abbehauser Hotelkomplex der Bierkonsum im Vergleich zur Zeit der Markenbiere. 

Pils kommt am besten an

Am besten kam nach den Berechnungen des Braumeisters das naturtrübe Pils namens Zwickel an: 42 Prozent der Gesamtmenge entfallen auf die Sorte. Das rotblonde Märzen mit dem Namen Gold machte 31 Prozent aus. Und gut 17 Prozent waren Weizenbier. „Dazu kommen noch die vier speziellen Biere, die ich im vergangenen Jahr entwickelt habe“, sagt Andreas Christiani.

Dunkler Friesenhäuptling

Schon rasch nach der Eröffnung des Brauhauses hätten sich die Kunden ein dunkles Bier gewünscht. „Also haben wir das bayerische Dunkelbier namens Friesenhäuptling gebraut, was es künftig auch in Flaschen zu kaufen geben wird.“

Weitere Kreationen

Für das Pfingstfest gab es ein Export-Pfingstbier, im Herbst das Starkbier „Nordenhammer“ und über die Jahreswechsel ein Festbier – alles in etwas geringeren Mengen. „Ich habe auch ein obergäriges Spezialbier gebraut, ein kaltgehopftes Ale“, erzählt der Braumeister über einen etwas aufwendigeren Vorgang. Dafür habe er speziellen US-Hopfen mit einer leichten Zitrusnote verwendet.  „Bier-Experten, die es probiert haben, waren begeistert. Aber für die Nordenhamer war es vielleicht etwas zu speziell“, so Andreas Christiani.

Maibock-Bier zum Maibaum-Aufrichten

Auch in diesem Jahr möchte er wieder verschiedene neue Sorten brauen. „Auf jeden Fall wird es ein Maibock-Bier geben“, kündigt der Braumeister an. Zumal vor der Gaststätte in diesem Jahr auch wieder ein neuer Maibaum aufgestellt werden soll. „Maibock-Bier ist süffig, hell und hat einen etwas höheren Alkoholgehalt“, erklärt er.

Hopfen aus Abbehausen

Für das Maibockbier möchte er dann auch Hopfenblüten aus dem Hopfengarten in Abbehausen verwenden. „Die Ernte war zwar im vergangenen Jahr nicht riesig, aber für den Maibock möchte ich gern anteilig den Abbehauser Hopfen verwenden.“

Dunkles Weizen oder rotes Bier

Des Weiteren plant Andreas Christiani, ein Rotbier herzustellen und eine weitere Weizenbiersorte zu komponieren. „Eventuell mal ein Roggen-Weizenbier, ein Weizen-Bock oder ein dunkles Weizen“, nennt er seine Überlegungen. Zum Jahresende hin wäre dann ein Winterbier denkbar, das dem Festbier ähnelt, aber einen höheren Alkoholanteil hat.

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