Bezirksarchäologin Dr. Jana Fries (links) und Grabungsleiterin Sarah Enders zeigen zwei Fundstücke, die in der Wurt entdeckt worden sind. Die Keramikscherben stammen aus dem späten Mittelalter. Die Wurt liegt in dem Bereich der Deponieerweiterungsfläche
in Nordenham-Galing, der ab Herbst befüllt werden soll.

Bezirksarchäologin Dr. Jana Fries (links) und Grabungsleiterin Sarah Enders zeigen zwei Fundstücke, die in der Wurt entdeckt worden sind. Die Keramikscherben stammen aus dem späten Mittelalter. Die Wurt liegt in dem Bereich der Deponieerweiterungsfläche in Nordenham-Galing, der ab Herbst befüllt werden soll.

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Wesermarsch

Auf Deponiegelände in Nordenham wird historische Wurt untersucht

Von Christoph Heilscher
15. Februar 2018 // 18:30

Bevor die spätmittelalterliche Wurt auf dem Erweiterungsgelände für die Deponie in Galing unter Tausenden von Tonnen Jarofix verschwindet, wird sie von Archäologen untersucht.

Zinkhütte baut neue Deponie

Galing gehört zum Gebiet der Stadt Nordenham. Dort deponiert die Nordenhamer Zinkhütte Abfälle aus der Produktion, sogenanntes Jarofix. Der Abfall ist stark eisenhaltig, enthält aber auch Schwermetalle. Das Volumen der alten Deponie ist bald erschöpft. Deshalb baut die Zinkhütte eine neue Deponie.

Scherben und Knochen gefunden

Auf der Erweiterungsfläche liegt eine historische Wurt, ein Bodendenkmal. Die Zinkhütte darf die Wurt mit Jarofix überschütten, muss sie aber vorher untersuchen lassen. Das geschieht zurzeit. Die Archäologen haben festgestellt, dass die Wurt aus dem Spätmittelalter stammt. Gefunden haben sie unter anderem Keramikstücke, Tierknochen und Hölzer. Auf der Wurt lebte einst eine Bauernfamilie. Die Menschen bauten früher, bevor es Deiche gab, Wurten, um sich gegen Sturmfluten zu schützen.

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