Lärm kann krank machen. Die EU fordert daher auch in Brake einen Lärmaktionsplan.

Lärm kann krank machen. Die EU fordert daher auch in Brake einen Lärmaktionsplan.

Foto: Symbolfoto: Heimken

Wesermarsch

EU will auch in Brake Lärmaktionsplan

Von Gabriele Gohritz
6. September 2018 // 19:30

Die EU will es: Die Umgebungsrichtlinie muss in nationales Recht umgesetzt werden. Auch die Stadt Brake muss einen Lärmaktionsplan erstellen. 

Lärm kann die Gesundheit beeinträchtigen

Der Bauausschuss befasste sich nun mit dem Thema. Carsten Kurz vom Büro Lärmkontor aus Hamburg berichtete zum Hintergrund, dass Lärm zu gesundheitlichen Belastungen führt. Hier setzt die EU-Umgebungsrichtlinie an. Darzustellen sind Lärmprobleme und deren Auswirkungen – unter anderem durch Hauptverkehrsstraßen mit drei Millionen Fahrzeugen jährlich.

Zwei Bundesstraße führen durchs Stadtgebiet

Als überregionale Straßen fallen in Brake die Bundesstraßen 212 und 211 ins Gewicht. Etwa 100 Personen – knapp 1 Prozent der Braker Einwohner – seien betroffen, so der Gutachter. Allerdings: Die Straßen fallen nicht in die Zuständigkeit der Stadt. Maßnahmen kann sie kaum ergreifen - und einklagbar wären die ohnehin nicht. Im politischen Raum war denn auch Kritik zu hören, war von "Mogelpackung" die Rede. Denn stark belastete Verkehrsverbindung wie die Weserstraße als Zubringer für den Braker Hafen würden gar nicht von der Richtlinie erfasst.  

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