Dem ehemaligen Polizeichef von Wilhelmshaven wirft die Staatsanwaltschaft vor, seinen Dienstwagen zwischen Mai 2011 und März 2013 in 90 Fällen unberechtigt genutzt zu haben.

Dem ehemaligen Polizeichef von Wilhelmshaven wirft die Staatsanwaltschaft vor, seinen Dienstwagen zwischen Mai 2011 und März 2013 in 90 Fällen unberechtigt genutzt zu haben.

Foto: Foto: Assanimoghaddam/dpa

Wesermarsch

Ehemaliger Polizeichef von Wilhelmshaven steht vor Gericht

Von nord24
1. August 2018 // 19:30

Der ehemalige Wilhelmshavener Polizeichef soll seinen Dienstwagen auch privat genutzt haben. Jahre später steht er wegen Untreue vor dem Landgericht Oldenburg. Inzwischen ist er im Ruhestand und gibt zu, sich nicht immer geschickt verhalten zu haben.

Untreue in 90 Fällen

Der einstige Vorzeige-Ermittler steht seit Mittwoch vor Gericht. Der Vorwurf gegen ihn: Untreue in 90 Fällen, weil er seinen Dienstwagen unrechtmäßig genutzt haben soll. Doch das weist der 63-Jährige, der inzwischen im Ruhestand ist, von sich: „Ich bin unschuldig“, sagt er.

Kosten jeweils zwischen 2 bis 138 Euro

Zwischen Mai 2011 und März 2013 soll der Angeklagte sich in regelmäßigen Abständen von seinem Haus in Oldenburg abholen, zur Dienstelle oder Terminen fahren und wieder zurück nach Hause bringen lassen haben. Außerdem habe er den Wagen für private Fahrten genutzt. Bei den Fahrten sei dem Dienstherrn, also dem Land Niedersachsen, abhängig von Strecke und Art des Dienstwagens jeweils ein Schaden zwischen rund 2 bis 138 Euro entstanden, so der Staatsanwalt.

37 Verhandlungstage angesetzt

Alle Fahrten und deren Gründe aufzuklären, das wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Allein drei davon sind für die Aussage des Angeklagten vorgesehen. Die Kammer hat deshalb bis Ende Dezember 37 Verhandlungstage angesetzt. 52 Zeugen sind geladen. (dpa)

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