Statt neue Windparks zu errichten, tendieren Investoren mittlerweile dazu, vorhandene, vergleichsweise kleine Anlagen durch leistungsstärkere, höhere Räder zu ersetzen. Dadurch sinkt auch die Gesamtzahl der Anlagen.

Statt neue Windparks zu errichten, tendieren Investoren mittlerweile dazu, vorhandene, vergleichsweise kleine Anlagen durch leistungsstärkere, höhere Räder zu ersetzen. Dadurch sinkt auch die Gesamtzahl der Anlagen.

Foto: Büttner/dpa

Wesermarsch

Energiegipfel: Experten diskutieren über Windkraft in der Wesermarsch

Von Timo Kühnemuth
17. Dezember 2018 // 19:20

Bis 2030 soll der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bundesweit von zurzeit rund 37 Prozent auf 65 Prozent steigen. Die Windenergie spielt dabei eine große Rolle. Der aktuelle Stand der Dinge im Landkreis war am Montag Thema bei einem Energiegipfel im Braker Kreishaus.

1,4 Prozent der Landkreis-Fläche

2014 waren laut Umweltministerium 1,1 Prozent der Landesfläche durch Windparks belegt. Mittlerweile liege man deutlich über diesem Wert, so Ministeriumsvertreter Dr. Christoph Schmidt-Eriksen. In der Wesermarsch liege er aktuell bei 1,4 Prozent.

Trend geht zum Repowering

Die Zahl werde zukünftig nur noch moderat steigen. Statt weitere Windparks zu schaffen, tendierten die Investoren zum Repowering. Das bedeutet, dass die bestehenden Anlagen durch leistungsstärkere, höhere Räder ersetzt werden.

200 Meter hoch

Ein Windpark lasse sich heutzutage nur noch dann wirtschaftlich betreiben, wenn die Windenergieanlagen 200 Meter hoch sind, macht Investor Peter Jelkmann von der Windpark Wehrder GmbH deutlich. Es empfehle sich mittlerweile, den Mindestabstand zu allein stehenden Gebäuden auf 600 und zu Siedlungen auf 1000 Meter festzulegen.
Wie viele Windräder in den einzelnen Kommunen stehen und welche Gemeinde den meisten Windkraft-Strom produziert, lest Ihr am Dienstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

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