Seit fast 35 Jahren gehören die "Guntsiet" und ihr Kapitän zusammen. Nun geht Eberhard Dieckmann in den Ruhestand.

Seit fast 35 Jahren gehören die "Guntsiet" und ihr Kapitän zusammen. Nun geht Eberhard Dieckmann in den Ruhestand.

Foto: Gohritz

Wesermarsch

Fähre in Brake: "Guntsiet"-Kapitän geht nach 35 Jahren von Bord

Von Gabriele Gohritz
13. Oktober 2017 // 20:44

Die "Gunsiet" ist Eberhard Dieckmann ans Herz gewachsen. Seit fast 35 Jahren ist er Kapitän der kleinen weißen Personenfähre zwischen Brake und der Weserinsel Harriersand. Nun geht er in Ruhestand.

Seit 1983 am Ruder der kleinen Personenfähre

Am 29. Oktober, 18 Uhr ab Anleger an der Stadtkaje, macht Eberhard Dieckmann seinen letzten Törn zwischen den beiden Ufern. Seit 1983 hat er am Ruder des 20,20 Meter langen Schiffes gestanden. Aus Alters- und Gesundheitsgründen mustert der 70-Jährige nun ab. Leicht fällt ihm das nicht.

180.000 Kilometer auf der Weser zurückgelegt

Während der fast 35 Jahre hat Eberhard Dieckmann, so hat er es ausgerechnet, rund 180.000 Kilometer und damit rund 97.000 Seemeilen mit der "Gunsiet" zurückgelegt. Nicht nun im Pendelverkehr zwischen Brake und der Insel, sondern auch bei Hafenrundfahrten. Und auch bei Sonderfahrten, die bis Bremen und Bremerhaven führen.

Kochberuf entpuppt sich als die falsche Wahl

Eigentlich wollte Eberhard Dieckmann, der aus Iffens in der Gemeinde Butjadingen stammt, Koch werden. Noch schon nach drei Monaten stellte der junge Mann fest, dass das nichts für ihn ist. 1963 ging er in die Binnenschifffahrt, machte 1971 sein Kapitänspatent.

Rund 30.000 Fahrgäste setzen jährlich mit der "Gunsiet" über

Durchschnittlich sind es 30.000 Fahrgäste, die Eberhard Dieckmann in der Saison von März bis Oktober übersetzt. Mit vielen verbinden ihn inzwischen Freundschaften. Und viele Dauergäste können sich die "Guntsiet" ohne ihren Kapitän Eberhard Dieckmann noch gar nicht vorstellen.

Das zweite Zuhause auf der Weser lässt Ruheständler nicht los

Der sagt selber, dass ihn die "Guntsiet" nicht loslassen werde. Als Ruheständler will er oft an die Kaje kommen und auch auf den Harriersand fahren. Natürlich mit der kleinen weißen Fähre, die solange sein zweites Zuhause auf der Weser gewesen ist.

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