Die Fassade einer Moschee in der Walther-Rathenau-Straße in Nordenham wurde beschmiert.

Die Fassade einer Moschee in der Walther-Rathenau-Straße in Nordenham wurde beschmiert.

Foto: M. Scheer

Wesermarsch

"Feiger Versuch": Nordenhamer Kirchen reden nach Moschee-Angriff Klartext

Von nord24
18. September 2018 // 15:30

Mit großer Bestürzung und deutlichen Worten haben die beiden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Nordenham und Blexen auf die Schändung der Selimiye-Moschee in Nordenham reagiert. 

Solidarität mit allen Muslimen

„Als Vertreter unserer Kirchengemeinden verurteilen wir diesen gezielten, feigen Versuch, Menschen aus unserer Bevölkerung in ihren religiösen Gefühlen zu verletzen, aufs Schärfste und möchten allen muslimischen Mitbürgern unsere Solidarität und Unterstützung zusprechen“, schreiben die beiden Gemeindekirchenräte in einer Pressemitteilung.

Glaubensfreiheit schützen

Die Ereignisse in Nordenham, wie aber auch in anderen Teilen Deutschlands, zeigten ganz klar: Solidaritätsbekundungen allein reichen nicht. „Gemeinsam gilt es für uns, das hohe Gut und Recht unserer Demokratie, den eigenen Glauben frei und ungehindert ausüben zu dürfen unter allen Umständen zu wahren und vor jeglichen Anfeindungen zu schützen“ – so wie es im Grundgesetz Artikel 4 fest verankert ist, schreiben die Kirchengemeinden.

Werte verteidigen

?Für die beiden Gemeinden sei ein friedliches gesellschaftliches Miteinander in unserem Land nur dann zu erreichen, wenn es von Toleranz, Respekt und Dialogbereitschaft geprägt sei. Aus diesem Grund fühle man sich als Christen und als Bürger dieses Landes dazu aufgerufen, diese Werte zu verteidigen, damit sie ausnahmslos jedem aus unserer Mitte gewährt werden könnten – gleich welchen Glaubens. Anfeindungen und Übergriffe gegen Minderheiten und Andersgläubige dürfen, so heißt es weiter, nicht stattfinden. Weder hier in der Stadt Nordenham noch anderswo.

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