Die Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus). Die Art kommt in Niedersachsen in vielen Regionen vor.

Die Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus). Die Art kommt in Niedersachsen in vielen Regionen vor.

Foto: Dr. Jakob Fahr / NLWKN

Wesermarsch

Fledermäuse: Zu Unrecht in Verruf geraten

3. Juni 2020 // 19:30

Fledermäuse haben derzeit einen schweren Stand. Schon immer gab es Vorurteile über sie, doch nun gelten sie auch noch als Träger des Coronavirus. Zu Recht?

„Keine Überträger“

„Die in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sind keine Überträger des Coronavirus SARS-CoV-2“, erklärt Dr. Melina Heinrich, Expertin für Fledermäuse im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). „Der Ursprung des Virus bleibt vorerst ungeklärt.“

Stark bedroht

Fledermäuse zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten in Deutschland. Aus Niedersachsen sind aktuell 19 Fledermausarten bekannt. Weitere Arten wie die Kleine Hufeisennase sind in Niedersachsen seit Jahrzehnten durch den Einfluss des Menschen ausgestorben.

Das Bundesnaturschutzgesetzt sieht Strafen vor

Viele Fledermausarten sind stark bedroht, und nicht zuletzt deswegen stehen alle Arten dieser Tiergruppe in Europa unter strengem Artenschutz. „Fledermäuse aus Angst vor dem Coronavirus zu bekämpfen, entbehrt jeder Grundlage. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht dafür sogar hohe Strafen vor“, betont Heinrich. „Nicht nur das Töten, auch das Stören von Fledermäusen sowie die Beschädigung oder Zerstörung ihrer Quartiere ist eine Straftat.“

Doch nicht nur die Angst vor dem Coronavirus macht Fledermäusen das Leben schwer. Welche Faktoren außerdem eine Rolle spielen, lest Ihr in der KREISZEITUNG WESERMARSCH und auf norderlesen.de.

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