Wo gibt es in der Wesermarsch genug Mobilfunkmasten? Wo gibt es zu wenige? Der Landkreis hat bereits damit begonnen, die derzeitige Versorgungssituation zu ermitteln.

Wo gibt es in der Wesermarsch genug Mobilfunkmasten? Wo gibt es zu wenige? Der Landkreis hat bereits damit begonnen, die derzeitige Versorgungssituation zu ermitteln.

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Wesermarsch

Handy-Empfang in der Wesermarsch: Landkreis plant flächendeckendes Mobilfunknetz

Von Timo Kühnemuth
8. August 2017 // 17:40

In der Wesermarsch gibt es nach wie vor viele Gegenden, in denen Handy-Besitzer aufgeschmissen sind, wenn sie telefonieren oder gar im Internet surfen wollen. Von einem flächendeckenden Mobilfunknetz ist man noch weit entfernt. Doch das soll sich in absehbarer Zeit ändern: Der Landkreis Wesermarsch hat sich einer Initiative angeschlossen, die dafür sorgen will, dass in der Weser-Ems-Region die Versorgungslücken geschlossen werden.

Zustimmung der Politik steht noch aus

Das Ganze ist unter Vorbehalt geschehen: Was jetzt noch fehlt, ist die Zustimmung der politischen Gremien. Der Wirtschaftsausschuss des Wesermarsch-Kreistags wird sich mit dem Vorhaben am 17. August befassen, der Kreisausschuss am 11. September.

Land soll den Ausbau fördern

Die Initiative soll das Land mit Unterstützung des Amtes für regionale Landesentwicklung dazu bewegen, ein Förderprogramm auf die Beine zu stellen. „Telekommunikationsunternehmen sollen einen Investitionszuschuss erhalten, der es für sie attraktiv macht, auch in dünn besiedelten Gegenden Mobilfunkmasten zu errichten“, erläutert Ingrid Miodek.

Landkreis Cloppenburg koordiniert alles

Die Europäische Union müsse ein solches Förderprogramm genehmigen, weil es einen Eingriff in den freien Wettbewerb bedeutet. Auch hierum werde sich die Initiative, die vom Landkreis Cloppenburg koordiniert wird, kümmern. Das Vorhaben werde in allen beteiligten Kreisen und kreisfreien Städten von einem Planungsbüro aus dem hessischen Taunusstein begleitet.

Förderprogramm gibt es nicht vor 2020

Ingrid Miodek geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es ein Mobilfunk-Förderprogramm frühestens im Jahr 2020 geben wird. „Doch wenn es soweit ist, wollen wir gut vorbereitet sein“, sagt sie. Ziel sei es, dass man den Förderantrag dann nur noch aus der Schublade holen muss.

Bürger sollen Versorgungslücken melden

Wo stehen genug Mobilfunkmasten? Wo zu wenige? Das will Ingrid Miodek auch mithilfe der Wesermärschler herausfinden. Sobald die Politik der Beteiligung an der Mobilfunk-Initiative zugestimmt hat, soll eine E-Mail-Adresse eingerichtet werden, damit die Bürgerinnen und Bürger unterversorgte Gebiete schriftlich melden können.

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