Zum Ende der Ausbildungs-Ära  hatte Andreas Ley (rechts) alle seine ehemaligen Azubis zu einer Feier eingeladen.

Zum Ende der Ausbildungs-Ära hatte Andreas Ley (rechts) alle seine ehemaligen Azubis zu einer Feier eingeladen.

Foto: KKU

Wesermarsch

Im Kernkraftwerk Unterweser endet Ära der Ausbildung

Von Gabriele Gohritz
5. Februar 2018 // 18:17

220 jungen Frauen und Männer haben beim Kernkraftwerk Unterweser (KKU) in Kleinensiel ihre Berufsausbildung erhalten: als Industriekaufmann, Chemielaborant, Energieelektroniker, Industriemechaniker und Fachkraft für Logistik. Nach 35 Jahren ist nun die Ära der Ausbildung zuende gegangen. 

220 Auszubildende in 35 Jahren

Von 1983 bis 2018 sind insgesamt 220 junge Frauen und Männer im KKU ausgebildet worden. Mit der Abschaltung des KKU konnte auch kein neuer Jahrgang mehr eingestellt werden. Eine erfolgreiche Ausbildungsgeschichte ist damit zuende, so Angela Barth von der Personalabteilung. Sie hat selber ihre Ausbildung zur Industriekauffrau in dem Werk gemacht.  Das KKU habe in all den Jahren einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Region geleistet, weiß Gerd Reinstrom, Leiter des Kraftwerks.

In fünf Berufsfeldern junge Leute ausgebildet

Die jungen Leute wurden in den Berufen Industriekaufmann/-kauffrau (81 Azubis), Chemielaborant/-laborantin (16), Energieelektroniker/-elektronikerin (85), Industriemechaniker/-mechanikerin (36) und Fachkraft für Lagerlogistik (2) ausgebildet. Die kaufmännische Ausbildung dauerte drei Jahr, die gewerblich-technische ein halbes Jahr länger.

Häufig mit Bestnoten abgeschnitten

Der Nachwuchs hat oft mit Bestnoten bei den Prüfungen abgeschnitten. So Annika Stindt, die im Jahr 2014 als landesbeste Chemielaborantin abschloss. Im Bereich Chemie gab es acht Mal Auszeichnungen für KKU-Auszubildende, im Bereich Elektrotechnik sechs Mal.

Zum Ende zu einer Feier eingeladen

Der 48 Jahre alte Elektromeister Andreas Ley ist 14 Jahre lang für die Elektroniker Betriebstechnik zuständig gewesen. Zum Ende der Ausbildungs-Ära hatte er "seine" Auzubildenden zu einer Feier eingeladen. 40 von 49 erschienen. Viele haben ihren beruflichen Weg mit Meistertitel oder Studium fortgesetzt.

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