Gehören Medizincontroller zur höchsten Prioritäten-Gruppe bei der Corona-Impfung? Aus Sicht der innerhalb des St.-Bernhard-Hospitals gebildeten Impfkommission ist das der Fall. Die Klinik argumentiert, dass die Medizincontroller mit ihren Verwaltungsaufgaben für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur und somit für die Sicherstellung der stationären Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unabdingbar sind.

Gehören Medizincontroller zur höchsten Prioritäten-Gruppe bei der Corona-Impfung? Aus Sicht der innerhalb des St.-Bernhard-Hospitals gebildeten Impfkommission ist das der Fall. Die Klinik argumentiert, dass die Medizincontroller mit ihren Verwaltungsaufgaben für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur und somit für die Sicherstellung der stationären Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unabdingbar sind.

Foto: Gohritz

Wesermarsch

Kritik an Impfreihenfolge in Braker Klinik

23. Februar 2021 // 16:20

Medizin-Controller sind in einem Krankenhaus für die Kodierung und Abrechnung medizinischer und pflegerischer Leistungen gegenüber den Krankenkassen zuständig. Im Braker St.-Bernhard-Hospital gehörten diese Mitarbeiter zu den ersten, die eine Corona-Impfung erhalten haben. Das bleibt nicht ohne Kritik.

Anonymes Schreiben

Ein anonymes Schreiben hat die Redatkion erreicht. Der Verfasser, der sich als Mitarbeiter der Klinik ausweist, kritisiert, dass die Geimpften aus dem Medizincontrolling noch gar nicht an der Reihe gewesen wären. Er wirft der Geschäftsleitung der Klinik ein „moralisch zutiefst verwerfliches Handeln“ vor.

Klinik weist Kritik zurück

Geschäftsführer Ingo Penner weist die Kritik zurück. Nach Auffassung der im St.-Bernhard-Hospital gebildeten Impfkommission gehören zu der Gruppe der Menschen, die zuerst geimpft werden sollten, zweifelsfrei auch Mitarbeiter aus Abteilungen, die für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur und somit für die Sicherstellung der stationären Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unabdingbar sind. Das seien Medizincontroller mit ihrem komplexen Aufgabenfeld.

Sozialministerium: „Impfvordrängler handeln unsolidarisch“

Das niedersächsische Sozialministerium teilt auf Nachfrage zu dem Vorgang mit: „Politikerinnen und Politiker oder auch Verwaltungsmitarbeitende ohne direkten Kontakt zu vulnerablen Gruppen oder Covid-19-Patienten zählen nicht zur Priorisierungsgruppe eins. Die Signalwirkung solcher Impfungen entgegen der geltenden Impfverordnung des Bundes sind fatal. Das Verhalten solcher Impfvordrängler ist unsolidarisch.“

Mehr über die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) lest ihr am Mittwoch in der Kreiszeitung Wesermarsch.

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