Die Landfrauen Weser-Ems verurteilen die Gechwindigkeit beim Netzausbau. In Zeiten von Corona sind auch Vereine auf schnelles Internet angeweisen.

Die Landfrauen Weser-Ems verurteilen die Gechwindigkeit beim Netzausbau. In Zeiten von Corona sind auch Vereine auf schnelles Internet angeweisen.

Foto: picture alliance/dpa

Wesermarsch

Landfrauen aus Weser-Ems verurteilen langsamen Netzausbau

Von nord24
8. Mai 2020 // 09:00

Der schleppende Ausbau von Breitband und Mobilfunk rächt sich in der Corona-Krise. Das bekommen nicht nur Wirtschaft, Universitäten und Schulen zu spüren, sondern auch Vereine. Die Landfrauen Weser-Ems haben die Ausbaugeschwindigkeit jetzt öffentlich verurteilt.

Weiße Flecken bei der Netzanbindung

Corona verändert das Vereinsleben und das ehrenamtliche Engagement, denn Treffen können nicht stattfinden. Telefon, Internet und Videochats sollen helfen, dass Vereinsleben aufrechtzuerhalten und miteinander in Kontakt zu bleiben. Auch die Landfrauen in Weser-Ems schätzen Whatsapp, Skype & Co. sehr, um sich auszutauschen und Aktivitäten zu koordinieren. Voraussetzung dafür ist ein gut ausgebautes Breitband- und Mobilfunknetz. „Wir müssen feststellen, dass es in Weser-Ems noch viele weiße Flecken gibt“, sagt Monika Feil, Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landfrauenverbandes Weser-Ems. In einigen Regionen hätten es die Vereine schwer, die digitalen Tools zu nutzen. „Wir hören das vor allem von Vereinen aus dem Osnabrücker Land und der Grafschaft Bentheim“, so Feil weiter.

Den ländlichen Raum nicht abhängen

Angesichts der Tatsache, dass zahlreiche Menschen in der Region im Homeoffice sitzen, Kinder und Jugendliche per Internet und Videochat den Schulstoff durcharbeiten müssen und Studenten nur online ihre Seminare und Vorlesungen besuchen können, erscheinen die Schwierigkeiten der Landfrauenvereine vergleichsweise schlicht. Gerade vor diesem Hintergrund sei es aber umso wichtiger, Netzlücken zu schließen und vor allem den Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes voranzutreiben. Der ländliche Raum darf nicht abgehangen sein.

Es liegt ein Masterplan Digitalisierung für Niedersachsen vor, der unter anderem finanzielle Unterstützung für die Kommunen vorsieht. Bis 2021 soll jedes Gewerbegebiet, jede Universität und alle Schulen mit gigabitfähigen Anschlüssen versorgt sein; bis 2025 dann jeder einzelne Haushalt.

Anschluss der Haushalte erst bis 2025

Nach Einschätzung von Feil sei das viel zu spät, wie man an der aktuellen Situation sehen kann. „Der Plan muss konsequenter umgesetzt werden“, fordern die Landfrauen aus Weser-Ems daher. Zu prüfen wäre beispielsweise, wie Verfahren entbürokratisiert werden können. Auch sind die Kommunen stärker in die Pflicht zu nehmen, Mobilfunk sowie Glasfaserkabel auszubauen. „Daran werden wir Landfrauen unsere Politiker vor Ort auf jeden Fall erinnern“, verspricht Feil.

Hier gibt es Übersichten zum Stand des Breitband- und Mobilfunkausbaus in Niedersachsen: https://www.bznb.de/atlanten/


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