Rund 250.000 Anrufe hat die Leitstelle in Oldenburg im Jahr 2017 bearbeitet.

Rund 250.000 Anrufe hat die Leitstelle in Oldenburg im Jahr 2017 bearbeitet.

Foto: Klaus von Frieling/skverlag

Wesermarsch

Leitstelle vermittelt rund 250.000 Einsätze für Rettungsdienst und Feuerwehr

Von Frank Lorenz
9. April 2018 // 18:30

Knapp 250.000 Einsätze hat die Großleitstelle Oldenburger Land im vergangenen Jahr an Feuerwehr, Rettungsdienst und andere Hilfsorganisationen wie DLRG oder Luftrettung vermittelt. Die Leitstelle ist zuständig für die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch sowie die Städte Oldenburg und Delmenhorst.

Mehr Einsätze für die Feuerwehren

Die Großleitstelle Oldenburg-Land, bei der alle Anrufe über den Notruf 112 eingehen, hat 2017 insgesamt 249.576 Einsätze koordiniert. Im Jahr 2016 waren es noch 259.763 gewesen. Angestiegen ist die Zahl der Brand- und Hilfeleistungseinsätze: Von 6076 im Jahr 2016 auf nun 8540. „Maßgeblich verantwortlich für den Anstieg sind sicherlich die vermehrten Unwetter im vergangenen Jahr. Nicht zuletzt der Orkan Xavier Anfang Oktober hat allen Beteiligten die Grenzen der Auswirkungen aufgezeigt“, sagt Leitstellen-Chef Frank Leenderts.

Weniger Falschanrufe

Hingegen sanken die Zahlen für den qualifizierten Krankentransport um rund 1000 auf 44.031. Die Zahl der Notarzt- und Notfallrettungseinsätze sank ebenfalls minimal von 71.235 auf 70.350. Das sei erfreulich, so der Leitstellen-Chef. Den größten Rückgang gab es bei den sogenannten sonstigen Einsätzen. Dahinter verbergen sich Anrufe, bei denen die Disponenten Anrufe entgegennahmen, die nicht originär Sache des Notrufs sind. „Viele rufen bei uns an, sind aber ein Fall für den ärztlichen Notdienst, der unter 116 117 zu erreichen ist“, sagt Frank Leenderts.

Umgekippter Farbeimer

Es sind aber nicht nur medizinische Bagatellfälle, die der Notruf annehmen und weiterverweisen musste. „Es gibt auch Leute, die uns anrufen, um zu erfragen, welche Apotheke Notdienst hat oder wie sie an Papiere irgendwelcher Behörden kommen“, weiß der Leitstellen-Chef. Auch ganz kuriose Fälle landen bei den Disponenten. „Wir hatten den Fall, dass jemand anrief, weil er einen Farbeimer auf seiner Auffahrt verschüttet hat.“

Bei Personenschaden lieber 112 als 110 wählen

Rund zehn Prozent der Notrufe kamen nicht über die 112, sondern wurden über den Polizei-Notruf 110 vermittelt, der nebenan auflaufen. Frank Leenderts: „Wenn es einen Unfall mit Personenschaden gibt, sollte man immer zuerst die 112 anrufen.“

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