Fritz Schröder mit einem gut erhaltenen Feuertopf. In die Tülle wird ein Stock gesteckt, mit dem man das Gefäß an das Feuer stellt. Darin wurde zum Beispiel Milch erwärmt.

Fritz Schröder mit einem gut erhaltenen Feuertopf. In die Tülle wird ein Stock gesteckt, mit dem man das Gefäß an das Feuer stellt. Darin wurde zum Beispiel Milch erwärmt.

Foto: Nicole Böning

Wesermarsch

Müll der Jahrhunderte erzählt Geschichte Langwardens

17. März 2021 // 18:28

Weitere Erforschung geplant: Fritz Schröders historische Fundstücke aus dem Langwarder Groden wurden erstmals komplett fotografisch erfasst.

Seit 2012 gesammelt

Fritz Schröder ist bescheiden, wenn er nach seiner Sammlung historischer Funde aus dem Wattenmeer gefragt wird. Im Jahr 2012 hat im Zuge der Bauarbeiten am Langwarder Groden mit dem Sammeln begonnen. So wie er am Telefon erzählt, käme man nicht auf die Idee, was in dem Raum mit den Fundstücken aus dem Langwarder Groden zu sehen ist.

Fritz Schröder (Mitte) sammelt seit 2012 historische Funde im Watt. Historiker Stefan Krabath ist begeistert, mit seiner Kollegin Rebekka Pohl hat er alle Fundstücke jetzt fotografiert.

Fritz Schröder (Mitte) sammelt seit 2012 historische Funde im Watt. Historiker Stefan Krabath ist begeistert, mit seiner Kollegin Rebekka Pohl hat er alle Fundstücke jetzt fotografiert.

Foto: Nicole Böning

Müll formte die Wurt

Es sind alles Dinge, die Menschen im Laufe der Geschichte Langwardens weg geworfen haben. Zusammen mit dem restlichen Müll, Mist und anderem Material sorgten sie dafür, dass die Wurten im Laufe der Jahrhunderte immer weiter wuchsen. Bis die Bagger kamen. Jetzt werden die wertvollen Fundstücke dokumentiert.

Weitere Untersuchungen geplant

Die Entdeckungen haben noch längst nicht alle Geschichten erzählt. Sollte Rebekka Pohl sich in der Masterarbeit ihres Studiums zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der in Langwarden gefundenen Keramiken annehmen, kommen sicher wieder neue dazu.

Details zur Geschichte des Sensationsfundes im Langwarder Groden und wie sie weiter geht, lest ihr am Donnerstag in der Kreiszeitung Wesermarsch.

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