Bislang werden auf dem Chip der Gesundheitskarte lediglich persönliche Daten wie Adresse und Geburtsdatum sowie Versichertennummer und -status gespeichert. Ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern.

Bislang werden auf dem Chip der Gesundheitskarte lediglich persönliche Daten wie Adresse und Geburtsdatum sowie Versichertennummer und -status gespeichert. Ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern.

Foto: Thissen/dpa

Wesermarsch

Neuerung für Wesermarsch-Praxen: Mehr Daten auf der Gesundheitskarte

Von Frank Lorenz
12. Februar 2018 // 18:59

Ärzten, Apothekern und Krankenhäusern steht eine große Veränderung bevor, von denen die Patienten bislang kaum etwas mitbekommen. Dabei geht es auch um deren Belange. Die Rede ist von der Einführung der sogenannten Telematik-Infrastruktur.

Bis Ende des Jahres soll alles bereit sein

Bis Ende des Jahres müssen alle Praxen, Apotheken und Kliniken mit neuer Technik ausgestattet werden, weil künftig mehr medizinische Daten über die elektronische Gesundheitskarte ausgetauscht werden sollen.

Patientenrechte sollen gestärkt werden

Mit der elektronischen Gesundheitskarte wollte der Gesetzgeber nach eigenen Worten die Patientenrechte stärken, indem nach und nach wichtige Dokumente wie Arztbriefe oder Befunde in einer individuellen, verschlüsselten Form auf der Karte abgelegt werden können.

Gesetzgeber hofft auf Kostenersparnis

Zudem erhofft sich der Gesetzgeber eine bessere Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren im Medizinsektor und eine höhere Effizienz sowie eine damit verbundene Kostenersparnis. Doch bislang werden auf dem Chip lediglich persönliche Daten wie Adresse und Geburtsdatum sowie Versichertennummer und -status gespeichert.

Daten werden jedes Mal abgeglichen

Ab 2019 soll sich das ändern. Dann wird bei jedem Arztbesuch die Karte eingelesen und die gespeicherten Daten zunächst über eine speziell abgesicherte Online-Verbindung mit den bei der Krankenkasse hinterlegten Daten abgeglichen.

Großer technischer Aufwand für die Praxen

Vor allem auf die Arztpraxen kommt nun erst einmal ein großer technischer Aufwand zu. Sie müssen zahlreiche neue Geräte wie den sogenannten Konnektor anschaffen. Damit wird die Praxis an die speziell abgesicherte Datenleitung angeschlossen. Aber auch neue Kartenlesegeräte und Schulungen für die Mitarbeiter werden nötig.

Kassenärztliche Vereinigung informiert

Die Kassenärztliche Vereinigung biete nun in der Region zahlreiche Info-Veranstaltungen für die betroffenen Ärzte, Apotheker und Kliniken an, um über die bevorstehenden Veränderungen zu informieren.

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