Johann Brauner aus der Hansingstraße in Nordenham hat Probleme, die Treppe hochzukommen. Er will einen Lift einbauen. Doch der Hausverwalter sagt Nein

Johann Brauner aus der Hansingstraße in Nordenham hat Probleme, die Treppe hochzukommen. Er will einen Lift einbauen. Doch der Hausverwalter sagt Nein

Foto: Heilscher

Wesermarsch

Nordenham: Behinderter will Treppenlift - Hausverwaltung sagt Nein

Von Christoph Heilscher
16. August 2018 // 20:15

Johann Brauner aus der Hansingstraße in Nordenham ist 83 Jahre alt, herzkrank und hat zwei kaputte Beine. Die 14 Stufen zu seiner Wohnung hinaufzusteigen, ist für ihn eine Qual. Deshalb will er einen Treppenlift einbauen. Doch die Hausverwaltung sagt Nein.

Es geht um wenige Zentimeter

Der Fluchtweg sei dann zu schmal, argumentiert die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft, die die Wohneinheit mit zwei Wohnungen verwaltet. Die Eheleute Brauner wohnen dort zur Miete. Es geht um wenige Zentimeter.

"Umzug schaffen wir nicht mehr"

"Für uns ist das eine Katastrophe", sagt Christa Brauner, die 79-jährige Frau von Johann Brauner. Ohne Lift wäre Johann Brauner nämlich ans Haus gefesselt. Oder die beiden alten Leute müssten umziehen. "Das schaffen wir nicht mehr", sagt Christa Brauner.

80 Zentimeter für Fluchtweg

Das Treppenhaus ist 120 Zentimeter breit. Der Lift zusammengeklappt 38 Zentimeter schmal. Bleiben 82 Zentimeter. Die vorgeschriebene Mindestbreite für einen Fluchtweg beträgt 80 Zentimeter. Alles klar also? Von wegen. Die Siedlungsgesellschaft verweist auf die beiden Handläufe. Die Eheleute hoffen auf ein Einsehen. "Wir wollen in unserer Wohnung bleiben. Wir sind hier zuhause", sagt Johann Brauner.

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