Ohne städtische Praxis wird in der nördlichen Wesermarsch auf Dauer keine angemessene Hebammen-Betreuung mehr möglich sein, sagen die Geburtshelferinnen.

Ohne städtische Praxis wird in der nördlichen Wesermarsch auf Dauer keine angemessene Hebammen-Betreuung mehr möglich sein, sagen die Geburtshelferinnen.

Foto: Deck/dpa

Wesermarsch

Nordenham: Hebammen fordern städtische Praxis

Von Timo Kühnemuth
6. Februar 2019 // 18:30

Die Klinik in Nordenham will die Geburtshilfe schließen. Für Frauen wird es dadurch deutlich umständlicher, ein Kind zu gebären. Erschwerend kommt hinzu, dass es in der nördlichen Wesermarsch kaum noch freiberufliche Hebammen gibt.

"Es gibt noch vier Hebammen"

Heike Stefanoff, die eine der verbliebenen Geburtshelferinnen ist, sieht nur eine Chance, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Stadt müsse eine Hebammen-Praxis eröffnen, sagt sie. Aktuell gebe es in Butjadingen und Nordenham nur noch vier freiberufliche Hebammen.

Stadt könnte Hebammen anstellen

Die Stadt müsse Räumlichkeiten anmieten, in denen die Hebammen dann täglich Sprechstunden anbieten. Im Idealfall, so Heike Stefanoff, würden die Frauen dort als städtische Angestellte arbeiten. Es wäre allerdings auch möglich, dass die Stadt die Geburtshelferinnen bei ihrer freiberuflichen Arbeit finanziell unterstützt, sagt sie.

Klinik-Praxis keine Alternative

Diese Hebammen-Praxis wäre dann eine feste, zuverlässig funktionierende Anlaufstelle für schwangere Frauen und junge Mütter. In der Klinik eine Hebammenpraxis zu eröffnen, sei keine Alternative, so Heike Stefanoff. Ein Grund hierfür sei, dass die Freiberuflerinnen dort das volle wirtschaftliche Risiko selbst tragen müssten.
Wegen der drohenden Schließung der Geburtshilfe hat sich eine Elterninitiative gegründet. Was sie vorhat, lest Ihr am Donnerstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.
 

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