Rund 800 Gäste kamen 2012 zu Klassik im Park, um "Carmina burana" zu hören. 2017 waren es nur 350 zahlende Besucher.

Rund 800 Gäste kamen 2012 zu Klassik im Park, um "Carmina burana" zu hören. 2017 waren es nur 350 zahlende Besucher.

Foto: Heilscher

Wesermarsch

Nordenham: Klassik im Park fällt aus

Von Ellen Reim
8. Januar 2018 // 18:36

14 Mal ging es mit Picknick und Klappstuhl in den Schützfeld-Park in Nordenham. 14 Mal gab es dort schöne Musik, meist bei zumindest erträglichem, oft sogar bei richtig gutem Wetter. Doch nun ist es aus mit Klassik im Park – zumindest für dieses Jahr. Die Organisatoren Stefan Tönjes und Dr. Peter Klan legen eine Pause ein.

Großes Defizit

Klassik im Park gehört zum Nordenhamer Sommer dazu. Nachdem im vergangenen Jahr Stefan Tönjes ein erhebliches Defizit aus eigener Tasche begleichen musste, ist nun aber erst einmal Schluss. „2018 müssen wir mal durchatmen und überlegen, wie es weitergeht“, sagen die beiden Organisatoren. „Für 2019 haben wir schon etwas im Hinterkopf, aber noch ist nichts fest“, fügt Stefan Tönjes hinzu.

Bis zu 800 Zuhörer

Klassik im Park war über Jahre ein Zuschauermagnet. Mehr als 800 Gäste wollten etwa 2012 die „Carmina Burana“ im lauschigen Ambiente des Parks hören – Spitzenwert. „Die Veranstaltung ist eine Erfolgsgeschichte. Da kamen auch Menschen, die sonst nicht zu Klassikkonzerten gehen, einfach weil die Stimmung so schön ist und das Event Spaß macht“, weiß Stefan Tönjes.

Finanzielles Wagnis

Doch finanziell bedeutete Klassik im Park stets ein Wagnis. „So ein Abend kostet 14000 bis 15000 Euro. Nicht nur für die Musiker, auch für alles andere: Zelte fürs Catering, Toilettenwagen, Strom und Feuerwehr zum Beispiel“, zählt Stefan Tönjes auf. Eine solche Summe allein über die Eintrittskarten aufzubringen, war nie möglich. Klassik im Park war auf wechselnde Sponsoren angewiesen. Der Kartenverkauf ließ jedoch in den vergangenen Jahren zu wünschen übrig. 2016 entstand so trotz Eintritts- und Sponsorengeldern ein Defizit, das die Macher allerdings noch abdecken konnten, weil 2015 ein Überschuss erwirtschaftet wurde.

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