Gelbes "Atomkraft tötet"-Schild

Castortransporte mit Zwischenstation Nordenham: Atomkraftgegner haben Proteste angekündigt.

Foto: Khang Nguyen/dpa (Symbolfoto)

Wesermarsch

Nordenham: Polizeigewerkschaft fordert Absage von Castortransport

Von nord24
29. Oktober 2020 // 08:59

Die Polizeigewerkschaft GdP fordert angesichts der sich verschärfenden Corona-Krise eine Absage des laufenden Castortransports von England über Nordenham ins hessische Atommüllzwischenlager Biblis. Von der Polizei werde erwartet, dass sie die Corona-Auflagen und den Gesundheitsschutz mit Präsenz stärker durchsetzen solle, sagte GdP-Vize Jörg Radek dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“: „Aus unserer Sicht ist es nicht vereinbar, dass Anfang November ein Nukleartransport von der Polizei quer durch Deutschland begleitet werden soll.“

Atomkraftgegner wollen protestieren

Das Schiff mit sechs Castorbehältern war am Dienstagabend in England gestartet, die Fracht soll am Wochenende Deutschland erreichen und wahrscheinlich in Nordenham auf einen Zug verladen werden. Atomkraftgegner haben Proteste angekündigt.

Polizeikräfte würden für Aufgaben im Infektionsschutz fehlen

Für den Transport zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keinen zwingenden Grund, sagte Radek. „Die Kräfte, die wir in diesem Einsatz haben werden, werden wir dann nicht für den Infektionsschutz abstellen können.“ Das Ansteckungsrisiko für die Kollegen erhöhe sich noch einmal. Daher fordere die Gewerkschaft, diesen Nukleartransport abzusagen.

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