Die Bereitschaftsdienstpraxis ist nicht für Notfälle gedacht. Man sucht sie auf, wenn man außerhalb der Sprechzeiten einen niedergelassenen Arzt benötigt. Wenn möglich, soll eine solche Praxis an einem Krankenhaus angesiedelt sein. Deshalb steht jetzt der Umzug bevor.

Die Bereitschaftsdienstpraxis ist nicht für Notfälle gedacht. Man sucht sie auf, wenn man außerhalb der Sprechzeiten einen niedergelassenen Arzt benötigt. Wenn möglich, soll eine solche Praxis an einem Krankenhaus angesiedelt sein. Deshalb steht jetzt der Umzug bevor.

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Wesermarsch

Nordenhamer Notdienstpraxis zieht um

Von Timo Kühnemuth
8. Juli 2017 // 12:30

Die Nordenhamer Bereitschaftsdienstpraxis, von vielen auch Notdienstpraxis genannt, zieht voraussichtlich zum 1. September um. Sie wechselt von der Adolf-Vinnen-Straße in die Helios-Klinik Wesermarsch. So wie es aussieht, wird sie im Erdgeschoss des Krankenhauses untergebracht – und zwar in dem Bereich, in dem sich auch die Zentrale Notaufnahme befindet. Die Bereitschaftsdienstpraxis ist nicht für Notfälle gedacht. Man sucht sie auf, wenn man außerhalb der Sprechzeiten einen niedergelassenen Arzt benötigt – zum Beispiel, weil man unter einer schweren Erkältung oder unter leichten Ohrenschmerzen leidet. „Wenn es am Ort ein Krankenhaus gibt, soll eine Bereitschaftsdienstpraxis dort angesiedelt sein. So sieht es der Gesetzgeber vor“, macht Erwin Braun von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) deutlich.

Seit Juli 2014 an der Adolf-Vinnen-Straße

Bis vor drei Jahren war die Praxis im Klinik-Altbau zu finden. Von dort ging es in die jetzigen Räumlichkeiten an die Adolf-Vinnen-Straße. Dies sei nur aufgrund einer Ausnahmeregelung möglich gewesen, macht Erwin Braun deutlich. „Als diese Regelung getroffen wurde, war unklar, wie es mit dem Krankenhaus-Standort Nordenham weitergehen würde“, sagt er. Jetzt, da die neue Klinik in Betrieb ist, gebe es keinen Grund mehr, die Ausnahmeregelung weiter aufrechtzuerhalten.

Alles unter einem Dach

Dass sich Bereitschaftsdienstpraxen möglichst in Kliniken befinden sollen, hat Erwin Braun zufolge einen einfachen Grund: „In einem Krankenhaus hat man dann alles unter einem Dach: Bereitschaftsdienst, Zentrale Notaufnahme und stationäre Behandlung“, erläutert der KVN-Mitarbeiter, der bei der Bezirksstelle in Wilhelmshaven tätig ist. Im Idealfall komme ein Patient in die Klinik, werde von einer Fachkraft begutachtet und dann an die richtige Stelle weitergeleitet.

Gespräche mit neuer Klinikchefin geplant

Der Bereitschaftsdienst wird in der nördlichen Wesermarsch von einem Verein organisiert. Der stellvertretende Vorsitzende dieses Vereins, Dr. Tilman Kaethner, bestätigt, dass der Umzug möglichst zum ersten 1. September erfolgen soll. „Das ist zwar ein sportliches Ziel, doch im Idealfall bekommen wir das hin“, macht er deutlich. Der Verein habe vor, sich in Kürze mit der neuen Geschäftsführerin der Klinik, Birthe Kirberg, zusammenzusetzen, um die Details zu klären.

Busanbindung ist Verein wichtig

Tilman Kaethner betont, dass es dem Verein wichtig war, dass jedermann die neue Praxis gut erreichen kann. „Jetzt, wo die Busanbindung der neuen Klinik gesichert ist, ist diese Voraussetzung erfüllt“, sagt er.

Räume schon besichtigt

Christian Becker, bei Helios der Regionalleiter Nord für Unternehmenskommunikation und Marketing, sagt, dass dem Praxis-Umzug aus Sicht des Klinik-Konzerns nichts im Wege stehe. Schon zu den Zeiten, als noch Torge Koop Geschäftsführer des Hauses war, habe es einen Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Bereitschaftsdienstvereins gegeben. Beide Seiten hätten die Räume „in Ordnung gefunden“.

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